Meine Tage sind Melbourne sind vorbei. Nach ueber zwei Monaten bin ich wieder auf Achse um zum Schluss noch was vom restlichen Australien zu sehen. Bevor ich Melbourne den Ruecken zugekehrt habe, musste allerdings nochmal ein richtiger Ausflug her. Meine Partnerin fuer Sonntagsaktivitaeten war Ayaka, eine Japanerin, die ich so vor einem Monat kennengelernt hab. Nach dem Abklappern von fast allen Museen in der Stadt ging es dieses Mal Richtung richtiges Meer. Melbourne liegt in einer Riesenbucht, der Port Philip Bay, was gleichzeitig bedeutet, das mit Wellen da eher schlecht aussah. Also Sonntagsfrueh ab in den Vorstadtzug, und dann nochmal 2 Stunden mit einem oeffentlichen Bus zur Morrington Halbinsel. Das Wetter war uns hold und da war es: richtiges Meer, richtige Seeluft, richtig starker Wind und ein Fussmarsch von insgesamt 20 Kilometern. Traumhafter Tag, der 75 $ billiger war, als wenn ich eine gefuehrte Tour dahin gemacht haette.
Am 19. Juli bin ich deshalb nach Cairns raufgeflogen. Cairns liegt im Bundesstaat Queensland im Norden Australiens und ist ein richtiger Urlaubsort, ungefaehr vergleichbar mit Rimini - nur das es hier mehr zu tun gibt als nur am Strand zu liegen und Bierchen zu trinken. Das Zauberwort heisst hierbei: Great Barrier Reef. Bei der Ankunft mitten in der Nacht wollte mich erstmal ein Taxifahrer abziehen, aber im Hostel gabs dann gleich den ersten Plus-Punkt. In meinem Zimmer war gleichmal drei Deutsche und ein Englaender, was dazu gefuehrt hat, dass ich jetzt mit zwei Englaender unterwegs bin. Die Deutschen warn zwar nett, aber Karl lustiger. Nach einem Tag Eingewoehnung und der Ankunft von Laurie einem Kumpel von Karl sind wir gleichmal rausgefahren zum Reef. Traumhafter Tag, zwei Schnorchel Spots, Nemo G'day gesagt, nicht von Haien gebissen worden, und allerlei Fischgetier mit der Unterwasserkamera abgelichtet. Der weitere Tag in Cairns, war wohl der bloedste meiner Australienreise. Hab gleichmal glorreicher Weise meine Deutsche Bank Card, mit drei falsch eingegebenen Pins versaut. die Folge viele Anrufe nach Deutschland, die neue Karte krieg ich erst in Neuseeland und Aerger ohne Ende. Gottseidank war das Busticket nach Sydney schon gebucht.
Also am naechsten Tag mit Karl und Laurie weiter nach Townsville. Sechs Stunden Busfahrt und schon kam der richtig schoene weisse Strand auf uns zu. Nach einem Abend Eingewoehnung ging es heute auf das Wahrzeichen der Stadt, den Castle Hill, der lustigerweise allerdings kein Schloss, keine Burg oder sonstiges zu bieten hat. Der Ausblick war nach dem einstuendigen Aufstieg die Muehe allerdings wert. Danach ging es an den Strand. Sonne tanken. Das ist Australien wie ich es mir vorgestellt habe und auch wenn in Melbourne nicht alles perfekt war: Ich vermisse das Land jetzt schon - obwohl es noch zwei Wochen bis zum Weiterflug nach Neuseeland sind.
Reisen - einmal Rundherum! Tips für Thailand, Kambodscha, Australien, Neuseeland, Fidj und die USA
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24 Juli 2007
Take Care Melbourne - G'day Australia
Thailand, Tips,
Cairns,
Melbourne,
Townsville
11 Juli 2007
Blood on the Dancefloor und andere Kurzgeschichten
Erstmal tief durchatmen: Heute gibts mal einen ganz speziellen Eintrag: kleine Anekdoten aus Melbourne, die ich bisher traurigerweise bzw. aus Schreibfaulheit noch nicht in den Blog gebracht hab.
Blood on the Dancefloor
In einer Bar zu arbeiten (oder besser: Glaeser, Flaschen etc. einzusammeln) ist recht kurzweilig. Einerseits ist man immer unterwegs, zweitens sieht man ne Menge Leute, die angeheitert sind und lustige Sachen machen. Man wird schonmal umarmt und es wird einem fuer die "gute Arbeit" gedankt, wobei darauf von der selben volltrunkenen Person der Ratschlag folgt: Man soll weiter Surfen und die Finger von Drogen lassen. Danke dafuer...
Manchmal fliesst aber auch Blut. Und das kam so: Kurz vor Schluss (also gegen 1h wegen laestiger Nachbarn und noch laestigeren Backpackern wie mich, die drueber wohnen) kommt mir ein Typ entgegen gewankt. Erster Gedanke: bei dem gehn gleich die Lichter aus, boeser Alkohol :( muss das gleich mal einem von den Tuerstehern stecken, dass Kundschaft auf den Rausschmiss wartet. Dazu kam es aber dann nicht. Als ich einen nahegelegen Stehtisch von Altglas befreien wollte, hat mir der Typ dabei gleich mal geholfen, indem er im Fallen den Tisch abgeraeumt hat. Mein erster Gedanke: Ganz toll, du Depp. Also erstmal alles aufgewischt, wobei ich dann am Boden auf Blut gestossen bin. Hat er sich also geschnitten. Noch toller, du Depp. Mit einem zweitem Blick wurde das Blut zu einer Blutspur, die direkt zur Tanzflaeche gefuehrt hat. Als auch diese beseitigt war kam Blick drei, diesmal auf die Tanzflaeche. Besser gesagt auf die Holzbohlen, die vor lauter Blut fast nicht mehr zu sehen waren. War wohl doch kein kleiner Schnitt...
Mobb geholt und versucht das Blut aufzuwischen was, zu einem halben Eimer voll rotem Wasser und frenetischen Anfeuerungsrufen von volltrunkenen Partygaesten, die das mit dem Blut nicht mehr ganz gerafft haben gefuehrt hat (Morgens beim Aufwachen, wird sich dann doch der ein oder andere gewundert haben, warum seine Schuhe so einen kleiner Spritzer roter "Farbe" haben)
Fuenf Minuten spaeter sind dann neue Gaeste angekommen, diesmal allerdings im blauen-weissen Party-Auto mit tollem Blaulicht obendrauf. Der zweite Wischversuch wurde dann auch mit dem Kommentar verhindert, ich solle keine Beweise verschwinden lassen. Um das zu verdeutlichen wurde dann auch gleich mal eine kleine Banderole um die Tanzflaeche gewickelt. Inschrift: das aus Ami-Filmen bekannte "Crime Scene - do not cross". Gerade als das Zuschauen besonders viel Spass gemacht hat, kam der Kommentar von einem der anderen Barmitarbeiter: jetzt fehlt eigentlich nur noch Columbo.
Keine Minute spaeter war aber auch dieses Schauspiel komplett. Herein kam ein etwas nach Nerd aussehender Kommisar mit, ja einem hellbraunen Trenchcoat an. Der hat dann so ein bisschen herumgesucht und Beweismittel konfisziert.
Was war eigentlich passiert? Der Typ hatte gar nicht zu viel ins Glas geschaut, naja in einem anderen Wortsinn schon, weil ihm irgendein Anderer einfach mal mit einem Glas ins Gesicht geschlagen hat, was zu einem hinterhaeltigen, tiefen Cut gefuehrt hat. Der Taeter wurde beim Versuch die The-Beach-Bar zu verlassen auch von den Tuerstehern aufgegriffen. Fall geloest, Columbo-Imitator gluecklich.
Adrian oder 7 Wochen Australien
Diese kleine Anekdote geht nur nebensaechlich ueber mich, das ist die Geschichte von Adrian. Also erstmal eine kleine Einstiegsfrage: Was wuerdet ihr so alles machen, wenn ihr sieben Wochen in Australien waert?
a) Reisen, Reisen, Reisen
b) Strand, Sonne und Meer
c) sieben Wochen im selben Hostel im herbstlichen Melbourne rumhocken, nichts ansehen (ausser die unglaublich unterschiedlichen Irish Pubs und miese Clubs), dann abreisen wegen Heimweh.
War jemand fuer c) ???? Adrian, ich wusste nicht das du Deutsch kannst (ehrlich gesagt, dass Du ueberhaupt lesen kannst ist schon ueberraschend), Respekt.
Adrian ist Ire (besser Nord-Ire) und ist so ungefaehr eine Woche vor mir in Melbourne angekommen. Seine Lieblingsbeschaeftigungen: Videos schauen (so bis 4-6 Uhr morgens), ausschlafen (so bis 16-18 Uhr), Bier kaufen, Chicken und Chips (Pommes) kaufen, wieder erste Lieblingsbeschaeftigung.
Dieser doch wirklich spannende und erfuellende Alltag wurde nach fuenf Wochen kurzfristig durch einen Job bei den Moebelpackern unterbrochen. Das hat Adrian aber so deprimiert (weniger Videos und ausschlafen war irgendwie auch nicht mehr), dass ihn das Heimweh gepackt hat. Eltern angerufen, Flug gebucht, Hasta la Vista, Baby.
Ich wein' ihm keine Traene nach, weil der so was von intolerant und einfach nur dumm war, das allein die Anwesenheit von fremder Kultur, also einem Deutschen, der seltsamerweise nicht Englisch als Muttersprache hat, in aus der Fassung gebracht hat. Die Moral von der Geschichte: Dumpfbacken bleibt besser gleich daheim, da kann man sich auch alle Videos selber aussuchen.
Die Hostel-Besatzung in der Einzelkritik
Die Stammbesatzung
Gerry, Ire, Ende 20, leitet das Hostel, geht meistens ins Bett, wenn ich aufstehe (also so gegen 7h) hat immer ein Laecheln auf dem Gesicht und nuschelt im Vorbeigehen wahlweise: What's the craic, what's the story oder how's it goin'. Passenster Kommentar zu ihm: Gerry loves his dope (und natuerlich auch sein Bier).
Shay: Englaenderin, Anfang 30, macht Spa's and Bar's, also arbeitet als Masseuse und in Bars und hat zwischendurch auch das Hostel geleitet, oefters nicht ganz nuechtern und hat oft die selbe Liebe wie Gerry.
Berry, Ire, 21, Zimmergenosse, Arbeitskollege, seit Adrian endlich weg ist wieder normal, hat manchmal Probleme mit dem morgens aufstehen.
Matt, Ire, Ende 20, Arbeitskollege, war immer ganz normal und steht auch immer morgens auf. (was vielleicht daran liegt, dass Matt im Gegensatz zu allen anderen Ire im Hostel nicht auf dem besten Wege zum Alkoholiker ist)
Mark, Ire, Ende 20, Ingenieur, doch noch ein Ire der kein Alkoholiker ist, ansonsten freundlich,Tottenham Hotspurs und Borussia Dortmund-Fan.
Gonzalo, Chilene, Ende 20, wohl schwul (was er heftig bestreitet) und echt nett. Hat fuer den Cirque de Soleil als Popcorn-Verkauefer gearbeitet und ist deshalb weiter nach Adelaide. Fuer lange, lange Zeit der einzige nicht Native-Speaker ausser mir.
Antoin, Ire, Ende 20, Kumpel von Matt und Mark mittlerweile weg (aller Nicht-Alkoholiker sind dann wohl doch Drei).
Ich, 24, Deutscher, den Rest wisst ihr ja eh.
Dominik, 24, Deutscher, Arbeitskollege, mittlerweile in nem Hostel in der Stadt, Jogging- und Kochfan und aus Rheinland-Pfalz. Spricht halt Deutsch, was manchmal nicht schlecht ist und sich auch in seinem English-Akzent wiederspiegelt.
John-Joe, Ire, 19, Irre. Kumpel von Berry. Verkauft Telefonvertraege von Tuer zu Tuer. Dabei so erfolgreich, das er einen neuen Australienweiten Rekord aufgestellt hat. Investiert das ganze Geld in Parties und Drogen. War letzte Woche verschollen und tauchte total zugedroehnt nach 10 Tagen wieder auf um seine Klamotten abzuholen. Hat dabei wohl nur beilauefig mitbekommen, das wir das Zimmer gewechselt hatten.
Kurzauftritte
Die Horde Englaender aus London, still, eine Woche da, dann wieder weg.
Gerry's Freunde Paul, Paul, Karen und sowie seine Schwester Suzie, endlich wieder Stimmung im Hostel sowie die Auslastung der Kuehlschraenke, was einen Argentinier zum Kommentar verleitet hat, dass im Gemeinschaftsraum mehr Bier als im Bottle-Shop um die Ecke waere. Diesen Vergleich, koentte man am naechsten Morgen abaendern in: hier sind mehr leere Flaschen als im Flaschencontainer (wenn die Australier recyceln wuerden).
Kaska, Mitte 20, Polin, Kurzaufritt, wie gesagt
Argentinier, Name Vergessen, Mitte 20, hat im Club unter uns am Samstag eine Blondine aufgerissen.
Zwei Niederlaenderinnen, so Mitte 30, war'n gleich zweimal da, das war's dann aber auch schon mit Auffaelligkeit.
Simon, 39, Australier, Arbeitskollege, Totalversager, Zimmergenosse. Ein Freund des Alkohols, was zu a) Geldmangel, b) Problemen mit dem Aufstehen, c) groesserem Geldmangel fuehrt. Erzaehlt viel. Inhalt? Schalt auf einer Toilette den Handtrockner an. Hat sichs gestern uebel mit Berry vertan, weil er ihn des morgens beschuldigt hat, sein Handy geklaut zu haben. Ich war schon in der Arbeit, aber der Tonfall war wohl eher aggressiv. Schau mer mal.
Alter Australier, Alkoholiker mit leichtem Problem den Wein auch bei sich zu behalten, danach kam der Rausschmiss.
Derron, Junger Australier, Spinner mit leichter Inkontinenz, hat kein Geld, geht uns allen auf die Nerven, verbreitet variable Geschichten, dass er a) gerade aus China zurueckgekommen ist und dort als Lehrer gearbeitet hat, dass er b) gerade aus Thailand zurueckgekommen ist, wo er zwei Monate war und jetzt durch Australien reist. Zudem sind seine Traveller-Schecks a) gestohlen worden oder b) am Flughafen in der Quarantaene (sehr plausibel). Fliegt wohl bald aus dem Hostel, weil er zudem auch noch Essenszeug aus der Kueche klaut und nicht damit gerechnet hat, dass sich hier jeder kennt.
Horde Teenager-Kanadier. Vollidioten. Nur drei Tage da, dabei ihr Zimmer verwuestet. Dann wieder weg. Gottseidank
Noch einige andere deren Kurzauftritte nicht von meinem Kurz- in mein Langzeitgedaechtnis gewechselt haben.
Schlussfolgerungen: Aussies im Hostel haben immer ein Rad ab, Iren sind Freunde des Bieres.
Dies und Das
Wetter und Geschehnisse
- Hier ist ernsthaft Winter, morgens so um die 5 Grad, Tageshoechsttemperaturen um die 12 Grad.
- Hier darf man seit 1.7. nicht mehr in Bars und Clubs rauchen, was ich erstaunlicherweise gar nicht so schlecht finde.
- Semesterferien sind doof: weil da gibts weniger Stunden zu arbeiten bei den Moebelpackern.
So gehts weiter
Ich bleib jetzt noch eine Woche in Melbourne und flieg dann weiter hoch in den Norden nach Cairns (wo's warm ist). Dort habe ich dann noch drei Wochen um nach Sydney zu kommen, von wo dann am 8. August mein Flug nach Auckland, Neuseeland geht. Dort seh ich dann endlich die Natalie wieder, was bestimmt lustig wird. So lange lass ich euch aber nicht auf was Neues warten. Versprochen.
Blood on the Dancefloor
In einer Bar zu arbeiten (oder besser: Glaeser, Flaschen etc. einzusammeln) ist recht kurzweilig. Einerseits ist man immer unterwegs, zweitens sieht man ne Menge Leute, die angeheitert sind und lustige Sachen machen. Man wird schonmal umarmt und es wird einem fuer die "gute Arbeit" gedankt, wobei darauf von der selben volltrunkenen Person der Ratschlag folgt: Man soll weiter Surfen und die Finger von Drogen lassen. Danke dafuer...
Manchmal fliesst aber auch Blut. Und das kam so: Kurz vor Schluss (also gegen 1h wegen laestiger Nachbarn und noch laestigeren Backpackern wie mich, die drueber wohnen) kommt mir ein Typ entgegen gewankt. Erster Gedanke: bei dem gehn gleich die Lichter aus, boeser Alkohol :( muss das gleich mal einem von den Tuerstehern stecken, dass Kundschaft auf den Rausschmiss wartet. Dazu kam es aber dann nicht. Als ich einen nahegelegen Stehtisch von Altglas befreien wollte, hat mir der Typ dabei gleich mal geholfen, indem er im Fallen den Tisch abgeraeumt hat. Mein erster Gedanke: Ganz toll, du Depp. Also erstmal alles aufgewischt, wobei ich dann am Boden auf Blut gestossen bin. Hat er sich also geschnitten. Noch toller, du Depp. Mit einem zweitem Blick wurde das Blut zu einer Blutspur, die direkt zur Tanzflaeche gefuehrt hat. Als auch diese beseitigt war kam Blick drei, diesmal auf die Tanzflaeche. Besser gesagt auf die Holzbohlen, die vor lauter Blut fast nicht mehr zu sehen waren. War wohl doch kein kleiner Schnitt...
Mobb geholt und versucht das Blut aufzuwischen was, zu einem halben Eimer voll rotem Wasser und frenetischen Anfeuerungsrufen von volltrunkenen Partygaesten, die das mit dem Blut nicht mehr ganz gerafft haben gefuehrt hat (Morgens beim Aufwachen, wird sich dann doch der ein oder andere gewundert haben, warum seine Schuhe so einen kleiner Spritzer roter "Farbe" haben)
Fuenf Minuten spaeter sind dann neue Gaeste angekommen, diesmal allerdings im blauen-weissen Party-Auto mit tollem Blaulicht obendrauf. Der zweite Wischversuch wurde dann auch mit dem Kommentar verhindert, ich solle keine Beweise verschwinden lassen. Um das zu verdeutlichen wurde dann auch gleich mal eine kleine Banderole um die Tanzflaeche gewickelt. Inschrift: das aus Ami-Filmen bekannte "Crime Scene - do not cross". Gerade als das Zuschauen besonders viel Spass gemacht hat, kam der Kommentar von einem der anderen Barmitarbeiter: jetzt fehlt eigentlich nur noch Columbo.
Keine Minute spaeter war aber auch dieses Schauspiel komplett. Herein kam ein etwas nach Nerd aussehender Kommisar mit, ja einem hellbraunen Trenchcoat an. Der hat dann so ein bisschen herumgesucht und Beweismittel konfisziert.
Was war eigentlich passiert? Der Typ hatte gar nicht zu viel ins Glas geschaut, naja in einem anderen Wortsinn schon, weil ihm irgendein Anderer einfach mal mit einem Glas ins Gesicht geschlagen hat, was zu einem hinterhaeltigen, tiefen Cut gefuehrt hat. Der Taeter wurde beim Versuch die The-Beach-Bar zu verlassen auch von den Tuerstehern aufgegriffen. Fall geloest, Columbo-Imitator gluecklich.
Adrian oder 7 Wochen Australien
Diese kleine Anekdote geht nur nebensaechlich ueber mich, das ist die Geschichte von Adrian. Also erstmal eine kleine Einstiegsfrage: Was wuerdet ihr so alles machen, wenn ihr sieben Wochen in Australien waert?
a) Reisen, Reisen, Reisen
b) Strand, Sonne und Meer
c) sieben Wochen im selben Hostel im herbstlichen Melbourne rumhocken, nichts ansehen (ausser die unglaublich unterschiedlichen Irish Pubs und miese Clubs), dann abreisen wegen Heimweh.
War jemand fuer c) ???? Adrian, ich wusste nicht das du Deutsch kannst (ehrlich gesagt, dass Du ueberhaupt lesen kannst ist schon ueberraschend), Respekt.
Adrian ist Ire (besser Nord-Ire) und ist so ungefaehr eine Woche vor mir in Melbourne angekommen. Seine Lieblingsbeschaeftigungen: Videos schauen (so bis 4-6 Uhr morgens), ausschlafen (so bis 16-18 Uhr), Bier kaufen, Chicken und Chips (Pommes) kaufen, wieder erste Lieblingsbeschaeftigung.
Dieser doch wirklich spannende und erfuellende Alltag wurde nach fuenf Wochen kurzfristig durch einen Job bei den Moebelpackern unterbrochen. Das hat Adrian aber so deprimiert (weniger Videos und ausschlafen war irgendwie auch nicht mehr), dass ihn das Heimweh gepackt hat. Eltern angerufen, Flug gebucht, Hasta la Vista, Baby.
Ich wein' ihm keine Traene nach, weil der so was von intolerant und einfach nur dumm war, das allein die Anwesenheit von fremder Kultur, also einem Deutschen, der seltsamerweise nicht Englisch als Muttersprache hat, in aus der Fassung gebracht hat. Die Moral von der Geschichte: Dumpfbacken bleibt besser gleich daheim, da kann man sich auch alle Videos selber aussuchen.
Die Hostel-Besatzung in der Einzelkritik
Die Stammbesatzung
Gerry, Ire, Ende 20, leitet das Hostel, geht meistens ins Bett, wenn ich aufstehe (also so gegen 7h) hat immer ein Laecheln auf dem Gesicht und nuschelt im Vorbeigehen wahlweise: What's the craic, what's the story oder how's it goin'. Passenster Kommentar zu ihm: Gerry loves his dope (und natuerlich auch sein Bier).
Shay: Englaenderin, Anfang 30, macht Spa's and Bar's, also arbeitet als Masseuse und in Bars und hat zwischendurch auch das Hostel geleitet, oefters nicht ganz nuechtern und hat oft die selbe Liebe wie Gerry.
Berry, Ire, 21, Zimmergenosse, Arbeitskollege, seit Adrian endlich weg ist wieder normal, hat manchmal Probleme mit dem morgens aufstehen.
Matt, Ire, Ende 20, Arbeitskollege, war immer ganz normal und steht auch immer morgens auf. (was vielleicht daran liegt, dass Matt im Gegensatz zu allen anderen Ire im Hostel nicht auf dem besten Wege zum Alkoholiker ist)
Mark, Ire, Ende 20, Ingenieur, doch noch ein Ire der kein Alkoholiker ist, ansonsten freundlich,Tottenham Hotspurs und Borussia Dortmund-Fan.
Gonzalo, Chilene, Ende 20, wohl schwul (was er heftig bestreitet) und echt nett. Hat fuer den Cirque de Soleil als Popcorn-Verkauefer gearbeitet und ist deshalb weiter nach Adelaide. Fuer lange, lange Zeit der einzige nicht Native-Speaker ausser mir.
Antoin, Ire, Ende 20, Kumpel von Matt und Mark mittlerweile weg (aller Nicht-Alkoholiker sind dann wohl doch Drei).
Ich, 24, Deutscher, den Rest wisst ihr ja eh.
Dominik, 24, Deutscher, Arbeitskollege, mittlerweile in nem Hostel in der Stadt, Jogging- und Kochfan und aus Rheinland-Pfalz. Spricht halt Deutsch, was manchmal nicht schlecht ist und sich auch in seinem English-Akzent wiederspiegelt.
John-Joe, Ire, 19, Irre. Kumpel von Berry. Verkauft Telefonvertraege von Tuer zu Tuer. Dabei so erfolgreich, das er einen neuen Australienweiten Rekord aufgestellt hat. Investiert das ganze Geld in Parties und Drogen. War letzte Woche verschollen und tauchte total zugedroehnt nach 10 Tagen wieder auf um seine Klamotten abzuholen. Hat dabei wohl nur beilauefig mitbekommen, das wir das Zimmer gewechselt hatten.
Kurzauftritte
Die Horde Englaender aus London, still, eine Woche da, dann wieder weg.
Gerry's Freunde Paul, Paul, Karen und sowie seine Schwester Suzie, endlich wieder Stimmung im Hostel sowie die Auslastung der Kuehlschraenke, was einen Argentinier zum Kommentar verleitet hat, dass im Gemeinschaftsraum mehr Bier als im Bottle-Shop um die Ecke waere. Diesen Vergleich, koentte man am naechsten Morgen abaendern in: hier sind mehr leere Flaschen als im Flaschencontainer (wenn die Australier recyceln wuerden).
Kaska, Mitte 20, Polin, Kurzaufritt, wie gesagt
Argentinier, Name Vergessen, Mitte 20, hat im Club unter uns am Samstag eine Blondine aufgerissen.
Zwei Niederlaenderinnen, so Mitte 30, war'n gleich zweimal da, das war's dann aber auch schon mit Auffaelligkeit.
Simon, 39, Australier, Arbeitskollege, Totalversager, Zimmergenosse. Ein Freund des Alkohols, was zu a) Geldmangel, b) Problemen mit dem Aufstehen, c) groesserem Geldmangel fuehrt. Erzaehlt viel. Inhalt? Schalt auf einer Toilette den Handtrockner an. Hat sichs gestern uebel mit Berry vertan, weil er ihn des morgens beschuldigt hat, sein Handy geklaut zu haben. Ich war schon in der Arbeit, aber der Tonfall war wohl eher aggressiv. Schau mer mal.
Alter Australier, Alkoholiker mit leichtem Problem den Wein auch bei sich zu behalten, danach kam der Rausschmiss.
Derron, Junger Australier, Spinner mit leichter Inkontinenz, hat kein Geld, geht uns allen auf die Nerven, verbreitet variable Geschichten, dass er a) gerade aus China zurueckgekommen ist und dort als Lehrer gearbeitet hat, dass er b) gerade aus Thailand zurueckgekommen ist, wo er zwei Monate war und jetzt durch Australien reist. Zudem sind seine Traveller-Schecks a) gestohlen worden oder b) am Flughafen in der Quarantaene (sehr plausibel). Fliegt wohl bald aus dem Hostel, weil er zudem auch noch Essenszeug aus der Kueche klaut und nicht damit gerechnet hat, dass sich hier jeder kennt.
Horde Teenager-Kanadier. Vollidioten. Nur drei Tage da, dabei ihr Zimmer verwuestet. Dann wieder weg. Gottseidank
Noch einige andere deren Kurzauftritte nicht von meinem Kurz- in mein Langzeitgedaechtnis gewechselt haben.
Schlussfolgerungen: Aussies im Hostel haben immer ein Rad ab, Iren sind Freunde des Bieres.
Dies und Das
Wetter und Geschehnisse
- Hier ist ernsthaft Winter, morgens so um die 5 Grad, Tageshoechsttemperaturen um die 12 Grad.
- Hier darf man seit 1.7. nicht mehr in Bars und Clubs rauchen, was ich erstaunlicherweise gar nicht so schlecht finde.
- Semesterferien sind doof: weil da gibts weniger Stunden zu arbeiten bei den Moebelpackern.
So gehts weiter
Ich bleib jetzt noch eine Woche in Melbourne und flieg dann weiter hoch in den Norden nach Cairns (wo's warm ist). Dort habe ich dann noch drei Wochen um nach Sydney zu kommen, von wo dann am 8. August mein Flug nach Auckland, Neuseeland geht. Dort seh ich dann endlich die Natalie wieder, was bestimmt lustig wird. So lange lass ich euch aber nicht auf was Neues warten. Versprochen.
Thailand, Tips,
Albert Park,
Australien,
Beach,
Melbourne
20 Juni 2007
Zurueck zur Uni - aber anders
Sodala: Nach einer kleinen "schoepferischen" Pause gibts heute mal wieder einen taufrischen Blogeintrag.
Ich bin immer noch in Melbourne, immer noch am Leben, immer noch nicht Pleite, hab fast noch alle meine Sachen (ausser dem schicken, kurz vorm Kollaps stehenden LMU-Rucksack, der mir freundlicherweise von irgendeinem Vollidioten in einer Disko geklaut wurde: viel Spass damit) und ich geh wieder zur Uni genauer zum Royal Technological Institute of Melbourne.
Was? Zur Uni? Naja irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht. Wer mal die Uni-Mensen naeher betrachtet wird da so seltsame Leute mit blauen Overalls bemerkt haben (Nein, nicht die Punks). Die sind da naemlich nicht zum studieren (die Punks wohl schon) , sondern um zu arbeiten. Und genau das mach ich jetzt. Nur ohne Blaumann, weil technisch versiert war ich ja noch nie^^
Gottseidank gibt es Landsmaenner. Weil: den Job hab ich ueber Flo aus Nuernberg (Der mittlerweile in Cairns in der Sonne weilt). Folgende Aufgaben sind zu bewaeltigen: Examenstische und -stuehle auf und abbauen, die Uni mit saemtlichen Printerzeugnissen aus der Druckerei zu versorgen, Schreibtische in der Verwaltung abbauen, der Verwaltung bei erstaunlich hauefigen Umzuegen helfen (weiss ja nicht ob die hier verbeamtet sind, aber da wohl bald Semesterferien sind muss halt irgendwas gemacht werden. also: ziehn wir halt mal in ein anderes Gebaeude.) Mit dabei sind eine Menge interessante Leute:
- Tim, der offizielle Boss laeuft auch schonmal im Anzug rum, kann aber trotzdem noch zupacken
- Rod, der inoffizelle Boss. Gibt uns die Auftrage immer flankiert mit seiner Standard-Floskel "No Worries". Raucht so geschaetzte 60 Kippen am Tag und trinkt dabei 1-20 Biere. Wenn er nicht uns durch die Gegend schickt, zockt er Ego-Shooter oder spielt Solitaire am PC.
- Adrian, Ire, wohnt bei mir im Hostel, wohnt bei mir im Zimmer, hat den Job ueber mich und ist ein absoluter Vollidiot.
- Barry, Ire, wohnt bei mir im Hostel, wohnt bei mir im Zimmer, hat den Job ueber mich und ist leider mit Adrian befreundet, ansonsten ganz nett.
- Flo, Deutscher, gerade auf Urlaub in Cairns, hab den Job ueber ihn. Spitzname German Soldier (Koennte dementsprechend von der Figur her Aki Konkurrenz machen.
- Simon, Australier, wuerde mal sagen: Totalversager und geschaetzte Mitte 30 ohne wirklich festen Wohnsitz.
- Matt, Ire, wohnt bei mir im Hostel, hat den Job ueber mich und ist leider mit Adrian befreundet, mittlerweile mein Lieblingsire. Einziger Negativ-Punkt: hat hin und wieder (naja eigentlich immer) Probleme mit der Verdauung. Vielleicht liegts an den Baked Beans, vielleicht auch nicht.
- Per, Schwede, studiert nebenbei an der RMIT ist einer der Fahrer und echt nett.
- Frederik, Schwede, so wie man sich eine Schwedin vorstellt. Blond, gross, Pferdeschwanz. Dumm nur das er maennlich ist. Ziemlich still, aber sympathisch.
- Bob, Neuseelaender, arbeitet wohl mit am laengsten bei den Allied Pickfords (so heisst die Firma) nett mit Humor.
- Taffy, Australier, die Grande Dame der Firma, geschaetzte 50+, versucht Autoritaet durch Fleiss zu vermitteln. Scheitert deshalb.
- Naveen, Inder und Ex-Student RMIT. Eher schwaechlich, eher ungeschickt, eher nicht ganz so schnell von Begriff.
- Liam, Australier. Nebenbei Saenger, der sich mit dem Moebelpackerjob ueber Wasser haelt. Hat wohl bald ein Angebot sich nur mit Singen zu verdingen.
Dutchy, Hollaender. Eigentlich Matthijs, aber da das eh niemand aussprechen kann wird er halt nach seiner Sprache (Dutch) benannt. Hat meinen Humor und begruesst mich schonmal morgens auf Freundlichste mit dem Hitlergruss.
Neben diesen Charakteren gibt es auch noch ein paar ungeschriebene Regeln:
Erstens: keine Hast, weil 14 $ die Stunde sind nicht die Welt. Passend dazu unser Motto: If you pay peanuts, you get monkeys.
Zweitens: Spaetestens alle 2 Stunden ist erstmal Smoker. Was nichts anderes als eine kurze Pause (so 5-15 Minuten) bedeutet.
Drittens: Die Arbeitsmoral steigt Samstags sprunghaft an, weil da gibts 20$
Viertens: Freitags wird gepokert, was Rod dazu verleitet das Trinkgeld (vielleicht auch Schwarzgeld) fuer uns gewinnbringend in Bier zu investieren.
Soviel zur Arbeit, aber in den drei Wochen gabs dann doch noch einiges mehr, was ich erlebt habe.
Frankie goes Footy

Hab ich noch im letzten Beitrag ueber Footy den Nationalsport der Aussies (zumindest in Victoria) gelaestert, so muss ich meine Meinung revidieren. Das Spiel ist eine Mischung aus Fussball, Rugby und Volleyball. Wahnsinning spektakulaer mit vielen Toren und netten kleinen Raufereien zwischendurch.
Da von 16 Teams in der AFL so um die 9 aus Melbourne kommen, sind jedes Wochenende mindestens drei Partien zu bewundern, weil alle Teams in nur zwei verschiedenen Stadien spielen. Da soll nochmal ein Loewen-Fan rumheulen, dass er das Stadion mit Bayern teilen muss. Hier wuerden auch noch Unterhaching, Nuernberg, Schalke und Dortmund dazu kommen.
Wegen dem Ueberangebot an Spielen hab ich die erste Chance ergriffen und bin mit Johnny einem Australier aus der Bar unter dem Hostel (wo ich immer noch Samstags arbeite) zu einem Spiel seiner (und wohl auch jetzt meiner) Western Bulldogs gegangen. Footy hat zudem noch einen weiteren Vorteil. Gespielt wird in Vierteln, was bedeutet, das man zwischendurch bequem Bier holen kann. Gegner war Carlton und es war ein Auswaertsspiel, weil Carlton seltsamer und auch recht ueberraschender Weise auch aus Melbourne kommt. Riesenspiel, viele Tore, eine Niederlage fuer die Bullies... Trotzdem toller Nachmittag.
Danach hat mich Johnny (mitte 30, spricht etwas Deutsch, weil er in die 90ern beim Aufbau Ost mit geholfen hat) zu Freunden von ihm mitgenommen.
Der Gastgeber Billy ist gebuertiger Pakistani, gelernter Koch (was sich in einem unglaublichen Essen wiedergespiegelt hat) und selbstgemachter Multi-Millionaer. War das Fotty-Game schon gut, so war der Abend einfach nur ueberragend. Wahnsinning interessante Leute (vor allem der Gastgeber) gute Konversationen, guter Wein, Hammer-Essen. Rundrum perfekt.
Hab grad auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass ich schon ueber ne Stunde schreib und langsam besser mal Schluss mache. Kamera hab ich nicht dabei, weil das eher spontan war. Wird nachgereicht, aber ich mach zur Zeit eh nicht so viele Bilder. Alltag halt^^
Ich bin immer noch in Melbourne, immer noch am Leben, immer noch nicht Pleite, hab fast noch alle meine Sachen (ausser dem schicken, kurz vorm Kollaps stehenden LMU-Rucksack, der mir freundlicherweise von irgendeinem Vollidioten in einer Disko geklaut wurde: viel Spass damit) und ich geh wieder zur Uni genauer zum Royal Technological Institute of Melbourne.
Was? Zur Uni? Naja irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht. Wer mal die Uni-Mensen naeher betrachtet wird da so seltsame Leute mit blauen Overalls bemerkt haben (Nein, nicht die Punks). Die sind da naemlich nicht zum studieren (die Punks wohl schon) , sondern um zu arbeiten. Und genau das mach ich jetzt. Nur ohne Blaumann, weil technisch versiert war ich ja noch nie^^
Gottseidank gibt es Landsmaenner. Weil: den Job hab ich ueber Flo aus Nuernberg (Der mittlerweile in Cairns in der Sonne weilt). Folgende Aufgaben sind zu bewaeltigen: Examenstische und -stuehle auf und abbauen, die Uni mit saemtlichen Printerzeugnissen aus der Druckerei zu versorgen, Schreibtische in der Verwaltung abbauen, der Verwaltung bei erstaunlich hauefigen Umzuegen helfen (weiss ja nicht ob die hier verbeamtet sind, aber da wohl bald Semesterferien sind muss halt irgendwas gemacht werden. also: ziehn wir halt mal in ein anderes Gebaeude.) Mit dabei sind eine Menge interessante Leute:
- Tim, der offizielle Boss laeuft auch schonmal im Anzug rum, kann aber trotzdem noch zupacken
- Rod, der inoffizelle Boss. Gibt uns die Auftrage immer flankiert mit seiner Standard-Floskel "No Worries". Raucht so geschaetzte 60 Kippen am Tag und trinkt dabei 1-20 Biere. Wenn er nicht uns durch die Gegend schickt, zockt er Ego-Shooter oder spielt Solitaire am PC.
- Adrian, Ire, wohnt bei mir im Hostel, wohnt bei mir im Zimmer, hat den Job ueber mich und ist ein absoluter Vollidiot.
- Barry, Ire, wohnt bei mir im Hostel, wohnt bei mir im Zimmer, hat den Job ueber mich und ist leider mit Adrian befreundet, ansonsten ganz nett.
- Flo, Deutscher, gerade auf Urlaub in Cairns, hab den Job ueber ihn. Spitzname German Soldier (Koennte dementsprechend von der Figur her Aki Konkurrenz machen.
- Simon, Australier, wuerde mal sagen: Totalversager und geschaetzte Mitte 30 ohne wirklich festen Wohnsitz.
- Matt, Ire, wohnt bei mir im Hostel, hat den Job ueber mich und ist leider mit Adrian befreundet, mittlerweile mein Lieblingsire. Einziger Negativ-Punkt: hat hin und wieder (naja eigentlich immer) Probleme mit der Verdauung. Vielleicht liegts an den Baked Beans, vielleicht auch nicht.
- Per, Schwede, studiert nebenbei an der RMIT ist einer der Fahrer und echt nett.
- Frederik, Schwede, so wie man sich eine Schwedin vorstellt. Blond, gross, Pferdeschwanz. Dumm nur das er maennlich ist. Ziemlich still, aber sympathisch.
- Bob, Neuseelaender, arbeitet wohl mit am laengsten bei den Allied Pickfords (so heisst die Firma) nett mit Humor.
- Taffy, Australier, die Grande Dame der Firma, geschaetzte 50+, versucht Autoritaet durch Fleiss zu vermitteln. Scheitert deshalb.
- Naveen, Inder und Ex-Student RMIT. Eher schwaechlich, eher ungeschickt, eher nicht ganz so schnell von Begriff.
- Liam, Australier. Nebenbei Saenger, der sich mit dem Moebelpackerjob ueber Wasser haelt. Hat wohl bald ein Angebot sich nur mit Singen zu verdingen.
Dutchy, Hollaender. Eigentlich Matthijs, aber da das eh niemand aussprechen kann wird er halt nach seiner Sprache (Dutch) benannt. Hat meinen Humor und begruesst mich schonmal morgens auf Freundlichste mit dem Hitlergruss.
Neben diesen Charakteren gibt es auch noch ein paar ungeschriebene Regeln:
Erstens: keine Hast, weil 14 $ die Stunde sind nicht die Welt. Passend dazu unser Motto: If you pay peanuts, you get monkeys.
Zweitens: Spaetestens alle 2 Stunden ist erstmal Smoker. Was nichts anderes als eine kurze Pause (so 5-15 Minuten) bedeutet.
Drittens: Die Arbeitsmoral steigt Samstags sprunghaft an, weil da gibts 20$
Viertens: Freitags wird gepokert, was Rod dazu verleitet das Trinkgeld (vielleicht auch Schwarzgeld) fuer uns gewinnbringend in Bier zu investieren.
Soviel zur Arbeit, aber in den drei Wochen gabs dann doch noch einiges mehr, was ich erlebt habe.
Frankie goes Footy
Hab ich noch im letzten Beitrag ueber Footy den Nationalsport der Aussies (zumindest in Victoria) gelaestert, so muss ich meine Meinung revidieren. Das Spiel ist eine Mischung aus Fussball, Rugby und Volleyball. Wahnsinning spektakulaer mit vielen Toren und netten kleinen Raufereien zwischendurch.
Da von 16 Teams in der AFL so um die 9 aus Melbourne kommen, sind jedes Wochenende mindestens drei Partien zu bewundern, weil alle Teams in nur zwei verschiedenen Stadien spielen. Da soll nochmal ein Loewen-Fan rumheulen, dass er das Stadion mit Bayern teilen muss. Hier wuerden auch noch Unterhaching, Nuernberg, Schalke und Dortmund dazu kommen.
Wegen dem Ueberangebot an Spielen hab ich die erste Chance ergriffen und bin mit Johnny einem Australier aus der Bar unter dem Hostel (wo ich immer noch Samstags arbeite) zu einem Spiel seiner (und wohl auch jetzt meiner) Western Bulldogs gegangen. Footy hat zudem noch einen weiteren Vorteil. Gespielt wird in Vierteln, was bedeutet, das man zwischendurch bequem Bier holen kann. Gegner war Carlton und es war ein Auswaertsspiel, weil Carlton seltsamer und auch recht ueberraschender Weise auch aus Melbourne kommt. Riesenspiel, viele Tore, eine Niederlage fuer die Bullies... Trotzdem toller Nachmittag.
Danach hat mich Johnny (mitte 30, spricht etwas Deutsch, weil er in die 90ern beim Aufbau Ost mit geholfen hat) zu Freunden von ihm mitgenommen.
Der Gastgeber Billy ist gebuertiger Pakistani, gelernter Koch (was sich in einem unglaublichen Essen wiedergespiegelt hat) und selbstgemachter Multi-Millionaer. War das Fotty-Game schon gut, so war der Abend einfach nur ueberragend. Wahnsinning interessante Leute (vor allem der Gastgeber) gute Konversationen, guter Wein, Hammer-Essen. Rundrum perfekt.
Hab grad auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass ich schon ueber ne Stunde schreib und langsam besser mal Schluss mache. Kamera hab ich nicht dabei, weil das eher spontan war. Wird nachgereicht, aber ich mach zur Zeit eh nicht so viele Bilder. Alltag halt^^
Thailand, Tips,
Footy,
Melbourne,
RMIT,
Western Bulldogs
27 Mai 2007
Einleben und Ausleben
Lang, lang ist's her, aber jetzt wird es wirklich mal wieder Zeit fuer einen neuen Eintrag. Wuerde sagen, dass ich mich mittlerweile in Melbourne eingelebt habe. Es herbstelt sehr, das heisst, das meine T-Shirts meistens unter Pullovern versteckt bleiben.
Die Stadt gefaellt mir immer noch, aber Schattenseiten gibt es dann doch. Die sind vor allem nervend, weil es nicht wirklich einfach ist hier einen Job zu finden. Das einzige was ich bisher gemacht hab ist am Samstag im Barclub unter dem Hostel Glaeser einzusammeln. Gibt zwar Kohle und macht auch Spass, aber erfuellend ist das nicht gerade. Geldtechnisch gibts zwar noch keine Probleme, aber ich hab auch nicht wirklich Lust mich in Neuseeland etc. als Bettler zu verdingen.
Die Bar gehoert uebrigends genau wie das Hostel einem oertlichen Football-Klub, also einem Verein, der diesen komischen Sport namens Australian Rules Football kurz Footie spielt. Die Folge daraus, das Publikum am Samstag koennte auch im P1 rumlaufen und so manches Maedel ist wohl eine Art Verena, die sich ihren Oliver Kahn sucht... Da ich eh keinen Footie-Spieler kenne, koennte ich aber nicht sagen, wer jetzt prominent ist. Kennt man keinen sind eh alle gleich^^
Die zwei Wochen, die ich jetzt hier bin, hab ich ungefaehr so verbracht:
1. Billige Einkaufsmoeglichkeiten finden. Globalisation sei Dank bin ich hierbei auch fuendig geworden. Der naechste Aldi ist mit der Tram leicht zu erreichen und mein Geldbeutel dankt es den findigen Bruedern aus Muelheim ebenfalls, dass sie expandieren.
2. Versuchen die Akzente der Iren zu verstehen. Jeder Ort in Irland scheint (das sagen zumindest die Iren) seinen eigenen Dialekt zu haben, was dazu fuehrt, dass die sieben Iren, die hier wohnen fuenf verschiedene Dialekte haben, die sich in fast gar nichts gleichen.
3. Versuchen die Akzente der Englaender zu verstehen.Nicht ganz so schlimm, wie die Iren, aber trotzdem manchmal frustierend, vor allem weil man ja so Allerweltsausdruecke nicht wirklich lernt. Diskussionen ueber Shakespeares Werke waeren dementsprechend einfacher, aber sind dann doch nicht ganz an der Tagesordnung.
4. Versuchen die Australier zu verstehen. Das ist lustigerweise das einfachste und haut langsam gut hin. Bald sitzen auch die ganzen Floskeln^^
5. Weggehen, vorzugsweise mit den Iren
6. DVDs schauen (dankbar sein, wenns ein Ami-Film ist, weil ich da definitiv alles verstehe)
7. Die Laeden abklappern und nach einem Job suchen
8. Die Stadt unsicher machen (Museen, Sehenswuerdigkeiten, Kinos, etc.)
9. Die verschiedenen einheimischen Biersorten probieren: mein Favorit Boags Premium
10. Mir Gedanken machen, wie lange ich hier noch bleibe, wenn ich keinen Job finde.
Einige Sachen haben sich dann doch schon geaendert bei mir: zum Einen die Essgewohnheiten. Baked Beans sind besser als allgemein behauptet, aber mein australischer Favorit sind die MeatPies. Das sind so ne Art Blaetterteigtaschen gefuellt mit Fleisch. Undefinierbarem Fleisch. Schmeckt aber nicht so schlecht wie es sich anhoert und wie es aussieht...
Zum anderen, fang ich an auf Englisch zu denken. Also mir so meine Gedanken zu machen, wie die Sachen so laufen und wie ich mich mit den anderen am besten mitteilen kann....
Mal sehen wie das so weitergeht.
Bis dann
Die Stadt gefaellt mir immer noch, aber Schattenseiten gibt es dann doch. Die sind vor allem nervend, weil es nicht wirklich einfach ist hier einen Job zu finden. Das einzige was ich bisher gemacht hab ist am Samstag im Barclub unter dem Hostel Glaeser einzusammeln. Gibt zwar Kohle und macht auch Spass, aber erfuellend ist das nicht gerade. Geldtechnisch gibts zwar noch keine Probleme, aber ich hab auch nicht wirklich Lust mich in Neuseeland etc. als Bettler zu verdingen.
Die Bar gehoert uebrigends genau wie das Hostel einem oertlichen Football-Klub, also einem Verein, der diesen komischen Sport namens Australian Rules Football kurz Footie spielt. Die Folge daraus, das Publikum am Samstag koennte auch im P1 rumlaufen und so manches Maedel ist wohl eine Art Verena, die sich ihren Oliver Kahn sucht... Da ich eh keinen Footie-Spieler kenne, koennte ich aber nicht sagen, wer jetzt prominent ist. Kennt man keinen sind eh alle gleich^^
Die zwei Wochen, die ich jetzt hier bin, hab ich ungefaehr so verbracht:
1. Billige Einkaufsmoeglichkeiten finden. Globalisation sei Dank bin ich hierbei auch fuendig geworden. Der naechste Aldi ist mit der Tram leicht zu erreichen und mein Geldbeutel dankt es den findigen Bruedern aus Muelheim ebenfalls, dass sie expandieren.
2. Versuchen die Akzente der Iren zu verstehen. Jeder Ort in Irland scheint (das sagen zumindest die Iren) seinen eigenen Dialekt zu haben, was dazu fuehrt, dass die sieben Iren, die hier wohnen fuenf verschiedene Dialekte haben, die sich in fast gar nichts gleichen.
3. Versuchen die Akzente der Englaender zu verstehen.Nicht ganz so schlimm, wie die Iren, aber trotzdem manchmal frustierend, vor allem weil man ja so Allerweltsausdruecke nicht wirklich lernt. Diskussionen ueber Shakespeares Werke waeren dementsprechend einfacher, aber sind dann doch nicht ganz an der Tagesordnung.
4. Versuchen die Australier zu verstehen. Das ist lustigerweise das einfachste und haut langsam gut hin. Bald sitzen auch die ganzen Floskeln^^
5. Weggehen, vorzugsweise mit den Iren
6. DVDs schauen (dankbar sein, wenns ein Ami-Film ist, weil ich da definitiv alles verstehe)
7. Die Laeden abklappern und nach einem Job suchen
8. Die Stadt unsicher machen (Museen, Sehenswuerdigkeiten, Kinos, etc.)
9. Die verschiedenen einheimischen Biersorten probieren: mein Favorit Boags Premium
10. Mir Gedanken machen, wie lange ich hier noch bleibe, wenn ich keinen Job finde.
Einige Sachen haben sich dann doch schon geaendert bei mir: zum Einen die Essgewohnheiten. Baked Beans sind besser als allgemein behauptet, aber mein australischer Favorit sind die MeatPies. Das sind so ne Art Blaetterteigtaschen gefuellt mit Fleisch. Undefinierbarem Fleisch. Schmeckt aber nicht so schlecht wie es sich anhoert und wie es aussieht...
Zum anderen, fang ich an auf Englisch zu denken. Also mir so meine Gedanken zu machen, wie die Sachen so laufen und wie ich mich mit den anderen am besten mitteilen kann....
Mal sehen wie das so weitergeht.
Bis dann
Thailand, Tips,
Australien,
Melbourne
14 Mai 2007
Down Under wie auf der Gruenen Insel
Glaubt ihr an Liebe auf den ersten Blick? Vielleicht gibt es sowas wirklich, wahrscheinlich auch nicht, aber Melbourne ist eine Stadt in die man sich sofort verliebt. Warum weiss ich noch nicht genau, aber ich fuehl mich einfach wahnsinnig wohl hier.
Daniel, der Australier, den ich waehrend der WM kennengelernt hab, hat mir ein Hostel
empfohlen, das The Beach. Nomen est Omen und es liegt direkt am Sued-Strand von Melbourne im Stadtteil Albert Park. Jeden Morgen, eigentlich immer Blick aufs Meer.
Einige von euch haben mir ja schon prophezeit, dass ich mit einem ueblen australischen Akzent zurueck nach Hause kommen, aber im Moment sieht es nicht danach aus. Es koennte stattdessen richtig schlimm werden. Im Hostel bin ich weit und breit der einzige Deutsche. Alle anderen kommen aus Irland, Schottland oder England, wobei in meinem Zimmer ausser mir nur noch Iren sind. Vergesst also Probleme mit dem th, einfach t sagen und alles ist ok ;-)
Ans auf der linken Seite Fahren hab ich mich ja schon in Thailand gewoehnt und langsam aber sicher werde ich auch nicht mehr fast ueberfahren wenn ich die Strassenseite wechseln will.
Was ich bisher so gemacht hab Down Under?
Am Freitag bin ich so 12h im Hostel angekommen (Zeitverschiebung sind 8 Stunden). Erstmal eingecheckt und dann ab in die Stadt. Ich hab mich einfach treiben lassen und nach einem neuen Handy plus Sim-Karte gesucht, was nach einigen Schwierigkeiten auch recht erfolgreich war (wer mir mal ne sms schicken will oder so: die Nummer ist 0438549814, die Vorwahl von Australien gilt es selber herauszufinden:-).
Die Tram in die Stadt haelt direkt vor dem Hostel. Da es gleichzeitig die Endstation ist, brauch ich mir auch keine Sorgen machen beim zurueckfahren zu weit zu fahren.
Am Abend hat ein Schotte dann eine neue Lebensregel fuer sich aufgestellt. Nie wieder mit Deutschen Pokern. Eine Woche bevor ich hier angekommen bin, hat ein anderer Deutscher aus dem Hostel ausgecheckt. Der muss recht gut im Pokern gewesen sein und alle Turniere, die sie hier spielen gewonnen haben. Naja, am Poker-Abend hab ich der Reihe nach alle anderen Spieler vom Tisch genommen und dann am Schluss die 20 Dollar Siegespraemie (5 Dollar Einsatz) eingesackt. Der Schotte ist uebrigends am naechsten Tag weiter nach Cairns - lag aber angeblich nicht an meinen Pokerkuensten.
Am Samstag bin ich nach einem neuen Trip in die Stadt abends mit den drei Iren JonJon, Barry und Adrian in eine Mischung aus Club und Pub mit Live-Band, war echt lustig, aber die Preise sind leider nicht zum Lachen in Australien. Ein Pint Bier kostet 4,50 Euro und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange....
Am Sonntag hab ich dann mit Daniel getroffen. Also ab mit dem Zug nach Heidelberg und rein in sein italienisches Restaurant. Wirklich leckere Gnocchi und es war echt klasse ihn wiederzusehen. Wir werden naechste Woche wohl mal was abends zusammen machen.
Heute war Behoerdentag. Mein Pass brauchte noch einen Eintrag fuer mein Work and Holiday Visa zudem schadet es nicht sich einen Steuernummer zu holen, weil man sonst 40% Steuern zahlt, was im Vergleich zu den ansonsten zu erwartenden 0% dann doch etwas hochgegriffen ist...
Danach hat mir Hailey, eine Englaenderin, geholfen meinen Lebenslauf zu schreiben, denn morgen gehts auf Jobsuche. Hab heute schon probeweise in ein paar Laeden nachgefragt und ein Laden haette mich auch eingestellt. Duerfte also kein Problem geben.
Nach dem Lebenslauf sind wir zu dritt mit einer anderen Englaenderin Shay runter an den Strand. Das Wasser hat ca. 18 Grad. Shay und ich sind trotzdem in voller Montur einfach reingesprungen;-)
Abgeduscht und abgetrocknet sitz ich jetzt im Hostel und schau mir den Sonnenuntergang an. Traumhaft und bis bald!
Daniel, der Australier, den ich waehrend der WM kennengelernt hab, hat mir ein Hostel
empfohlen, das The Beach. Nomen est Omen und es liegt direkt am Sued-Strand von Melbourne im Stadtteil Albert Park. Jeden Morgen, eigentlich immer Blick aufs Meer.
Einige von euch haben mir ja schon prophezeit, dass ich mit einem ueblen australischen Akzent zurueck nach Hause kommen, aber im Moment sieht es nicht danach aus. Es koennte stattdessen richtig schlimm werden. Im Hostel bin ich weit und breit der einzige Deutsche. Alle anderen kommen aus Irland, Schottland oder England, wobei in meinem Zimmer ausser mir nur noch Iren sind. Vergesst also Probleme mit dem th, einfach t sagen und alles ist ok ;-)
Ans auf der linken Seite Fahren hab ich mich ja schon in Thailand gewoehnt und langsam aber sicher werde ich auch nicht mehr fast ueberfahren wenn ich die Strassenseite wechseln will.
Was ich bisher so gemacht hab Down Under?
Am Freitag bin ich so 12h im Hostel angekommen (Zeitverschiebung sind 8 Stunden). Erstmal eingecheckt und dann ab in die Stadt. Ich hab mich einfach treiben lassen und nach einem neuen Handy plus Sim-Karte gesucht, was nach einigen Schwierigkeiten auch recht erfolgreich war (wer mir mal ne sms schicken will oder so: die Nummer ist 0438549814, die Vorwahl von Australien gilt es selber herauszufinden:-).
Die Tram in die Stadt haelt direkt vor dem Hostel. Da es gleichzeitig die Endstation ist, brauch ich mir auch keine Sorgen machen beim zurueckfahren zu weit zu fahren.
Am Abend hat ein Schotte dann eine neue Lebensregel fuer sich aufgestellt. Nie wieder mit Deutschen Pokern. Eine Woche bevor ich hier angekommen bin, hat ein anderer Deutscher aus dem Hostel ausgecheckt. Der muss recht gut im Pokern gewesen sein und alle Turniere, die sie hier spielen gewonnen haben. Naja, am Poker-Abend hab ich der Reihe nach alle anderen Spieler vom Tisch genommen und dann am Schluss die 20 Dollar Siegespraemie (5 Dollar Einsatz) eingesackt. Der Schotte ist uebrigends am naechsten Tag weiter nach Cairns - lag aber angeblich nicht an meinen Pokerkuensten.
Am Samstag bin ich nach einem neuen Trip in die Stadt abends mit den drei Iren JonJon, Barry und Adrian in eine Mischung aus Club und Pub mit Live-Band, war echt lustig, aber die Preise sind leider nicht zum Lachen in Australien. Ein Pint Bier kostet 4,50 Euro und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange....
Am Sonntag hab ich dann mit Daniel getroffen. Also ab mit dem Zug nach Heidelberg und rein in sein italienisches Restaurant. Wirklich leckere Gnocchi und es war echt klasse ihn wiederzusehen. Wir werden naechste Woche wohl mal was abends zusammen machen.
Heute war Behoerdentag. Mein Pass brauchte noch einen Eintrag fuer mein Work and Holiday Visa zudem schadet es nicht sich einen Steuernummer zu holen, weil man sonst 40% Steuern zahlt, was im Vergleich zu den ansonsten zu erwartenden 0% dann doch etwas hochgegriffen ist...
Danach hat mir Hailey, eine Englaenderin, geholfen meinen Lebenslauf zu schreiben, denn morgen gehts auf Jobsuche. Hab heute schon probeweise in ein paar Laeden nachgefragt und ein Laden haette mich auch eingestellt. Duerfte also kein Problem geben.
Nach dem Lebenslauf sind wir zu dritt mit einer anderen Englaenderin Shay runter an den Strand. Das Wasser hat ca. 18 Grad. Shay und ich sind trotzdem in voller Montur einfach reingesprungen;-)
Abgeduscht und abgetrocknet sitz ich jetzt im Hostel und schau mir den Sonnenuntergang an. Traumhaft und bis bald!
Thailand, Tips,
Beach,
Heidelberg,
Melbourne
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