15 September 2007

Roadtripping USA

Angekommen in LA, gelandet in West Hollywood - so sah der erste Tag in den USA aus. Ins Hostel sind wir mehr oder weniger über das Prinzip Zufall: Angesprochen worden am Flughafen, andere Unterkunftsmöglichkeiten ausgecheckt und dann doch ins erste Hostel. Die Location: typisch Hostel, aber zu Fünft kriegt man dann doch fast sowas wie Privatspähre.

Nach einem ausgiebigen Abendessen beim ersten (von vielen weiteren) zu erforschenden neuen Fast-Food-Ketten: Jack in the Box. Die erste Ernüchterung auf vollen Magen gab es beim ersten Weggehen am Abend. Da zu dem Zeitpunkt nur zwei von uns (Chris und ich) ueber 21 waren, war's erstmal nichts mit Clubbing. Die Bar unserer Wahl war dann eine Art Karaoke-Location mit Bullriding in der Mitte. Wie stellt man sich das Partyleben in LA so vor? Partys bis zum Abwinken und vor allem die ganze Nacht lang. Hier kommt auch schon die nächste Ernüchterung ins Spiel. Um Viertel vor zwei gingen in der Bar die Lichter an und die Gaeste wurden freundlichst zum Ausgang komplimentiert: Sperrstunde Kalifornienweit um zwei - jeden Tag inklusive Wochenende und Liquorstores. Im wahrsten Sinne des Wortes ernüchternd....


Die nächsten zwei Tage war dann Sightseeing angesagt: Der Walk of Fame, inklusive Nähe zu einem Filmset, von der Ferne die Huegel von Hollywood erspaeht, Downtown begutachtet, Spidertramp (einen als Spiderman verkleideten Alkoholiker) gesichtet etc....
Abends Amerikanerinnen kennengelernt und bei denen weiter gefeiert und einen Tag später an Connys 21. Geburtstag bei so einem richtigen Bonzen in Beverly Hills bis morgens früh um 7 abgehangen
Nach der Nacht kam dann die unglaubliche Ernüchterung Nummer zwei. als wir so um 11h ins Hostel eingelaufen sind wurde uns mitgeteilt, dass wir leider nicht länger bleiben können, weil ausgebucht.

Kein Problem ab nach Venice Beach und dort ins Hostel. Venice Beach, der Strand der Schönen und Reichen war echt entspannt. Die nächste Aufgabe war da schon komplizierter: Mietwagen finden, in dem fünf Leute samt Weltreiseausstattung reinpassen mit folgenden Problemchen:

1. Chris ist 29, hat keinen Führerschein (billig mieten ist ab 25)
2. Ich hab keine Kreditkarte
3. Alle anderen waren unter 21 (was die Sache richtig teuer macht)
4. Man kann seine Kreditkarte nur auf sich als Mieter anwenden...

Nach zwei verschiedenen Firmen und ungefaehr dreistündigem Aushandeln hatten wir unseren richtig dicken SUV mit Platz fuer alles was das Herz begehrt. Und ab gings: erste Station Las Vegas.

Die Fahrt dahin traumhaft mit der Landschaft, erstes Kasino direkt hinter der Staatengrenze und The Fabulous. Glitzerwelt und Traum in einem. Unterkunft war der erste Trick: Ein Zimmer gemietet, alle dort einquartiert und dann ab auf den Strip in die Kasinos und so weiter.
Meine Verluste haben sich in Grenzen gehalten und Spass hat's auf jeden Fall gemacht. Viva Las Vegas!!!!

09 September 2007

Von Inseln und Sandduenen

Die letzten Tage in Neuseeland waren dann doch eher von Entspannen gepraegt und so konnte ich dann Kiwi-Land und Natalie Servus sagen und weiter nach Fidschi fliegen.
Nach einem entspannten und bisher kuerzestem Flug von 3 Stunden, bei dem ein Fidschianer indischer Herkunft mich gleichmal so ein bisschen ueber das Land aufgeklaert hat und den ueblichen Sicherheitskontrollen am Airport (nein, ich bringe kein Essen, Tiere, Pflanzen, etc. mit) hab ich mir ueber das Bord ein Hostel ausgesucht, wo die erste Nacht verbracht werden sollte.

Mit mir haben sich noch drei weitere Deutsche das selbe Guesthouse ausgesucht. Soeren, Conny und Max aus Freiburg, waren mit dem selben Flugzeug angekommen, ein lustiger Abend zu viert in einem fuer 30 Mann ausgelegtem Schlafsaal folgte der erste Morgen in der Suedsee. Beim Freistueck sprach uns eine ziemlich planlose Deutsche, Kathi an. Erste Bemerkung nach einem Tag auf der Hauptinsel: Fidschi ist voll langweilig. Wenn man unglaublicher Weise wie sie vor hat 2 Monate zu bleiben, koennte das dann doch passieren. Mit ihr war ein Schotte, Chris, mit dem sie von einem anderen Hostel zum Strand gefahren ist, besser zu unserer Bleibe.
Da wir nicht so viel Ahnung hatten, was wir uns wirklich anschauen sollte wurde erstmal beschlossen samt Gepaeck zurueck zum Flughafen zu fahren und dort die Reisebueros mal naeher anzuschauen. Die durchaus liebenswuerdige Fidschianerin gab uns dort den Befehl: You leave Nadi (also die Hauptinsel) and go to the Islands!

Gesagt getan und mit 6 Leuten im Schlepptau laesst sich dann doch der ein oder andere Rabatt aushandeln. Also zur Faehre gehetzt und ab nach Mana-Island, einem der guenstigeren Backpacker-Resorts. Die Ankunft dort wurde garniert von einem unglaublichen Sonnenuntergang und einem Doppelbett fuer mich allein. Die Stimmung blieb auch die naechsten Tage weiter gut.

Die Gruppe wuchs: Zwei Hollaender, Arjen und Niels (beide aus Groningen) , schlossen sich an, wieder einmal wurde das Reef unsicher gemacht, geschnorchelt und Nemo gefunden, auf Krabben beim Krabbenrennen gewettet. Ein Abgang hatten wir dann doch, weil Kati doch keine zwei Monate auf Fidschi bleiben wollte, sondern lieber nach 4 Tagen beschlossen hat nach Neuseeland zu fliegen...

Naechste Station unseres Insellebens war Bounty-Island, was zwar etwas teurer, aber auch vom Sauberkeitsstandard hoeher lag. Dahin ging es diesmal nicht mit der fuer ein Land wie Fidschi unglaublich teuren Faehre, sondern mit Moses. Moses brachte uns schon zum Schnorcheln und ist auf Mana wohl so etwas wie der Dorf-Alt-Hippie, lustige Klamotten, lustige Frisur lustigstes Lachen und natuerlich special price fuer special friends. Auf Bounty wurde den Ressort-Mitarbeitern erstmal gezeigt, wie man mal so richtig gegen sie im Billard und Tischtennis verliert und den Englaendern auf der Insel, wie gut Deutsche, Schotten und Hollaender Arschbomben in den Pool machen koennen, wenn sie noch drin sind.

Da die meisten Inseln wie Bounty doch eher fuer Urlauber und Nicht-Backpacker-Budgets ausgerichtet waren ging es zurueck auf die Hauptinsel. Chris und ich hatten mittlerweile beschlossen um zwei Tage zu verlaengern und dann zusammen mit Soeren, Conny und Max auch noch Kalifornien unsicher zu machen. Umbuchen war ein kleines Abenteuer, weil niemand irgendetwas wusste, hat aber dann nach drei Stunden doch noch geklappt.

Was also tun mit der zusaetzlichen Zeit in diesem Traumland? Zu touristisch sollte es nicht sein, und zu teuer erst recht nicht. Loesung Homestay in Katotoka, beruemt fuer die riesigen oertlichen Sandduenen. Wir sind also zu Sechst, (Arjen auch bekannt als Grumpy (Grummler)wollte ein bisschen Radln und kam dann am naechsten Tag doch noch nach) ueber die Insel zu diesem Homestay. Die Familie: Mann um die 70, juengster Sohn 10, eines von neun Kindern (eine Tochter) hatte uns denn Aufenthalt vermittelt und in den Zimmern schlaeft normalerweise die Familie. Dafuer gab es lecker Essen und der Kleine Brendon so wie die 16-jaehrige Tochter als Fuehrer und Aufpasser.

Die Duenen selbst: Sandboard tauglich, riesig und windig. Der Strand Surfbrett tauglich, schwarz und absolut meilenweit menschenleer ausser uns und die Dorfjugend. Wirklich schoene Tage, mit dem Hoehepunkt Lagerfeuer am Strand, Bier und einer Runde Kava davor. Als unsere Fangruppe die Dorfjugend nach Hause gehen wollte und wir nicht wurde uns auch noch eine nette kleine Fischi-Gruselgeschichte erzaehlt. Die Duenen sollen von zwei alten Frauen bewohnt sein, die sich in jede Gestalt verwandeln koennen, angeblich bevorzugt Kuehe, sich dann als Menschen unter die Leute mischen und Touristen verwirren. So waere eine Gruppe Australier die ganze Nacht umhergeirrt und haette versucht zurueck zu finden. Unser erster Gedanke: Die Australier und die Drogen. Glauben mussten wir die Geschichte eh nicht, weil uns ein kurzer Regenguss freundlicherweise die Entscheidung abgenommen hat.

Am naechsten Tag ging es schon um fuenf zum Flughafen, weil Chris noch sein neues Ticket ausstellen lassen musste und nach 7 Stunden Wartezeit, weil der Flieger zwei Stunden Verspaetung hatte weiter nach LA.
Dort bin ich mit Chris und den drei Deutschen jetzt schon fuenf Tage und da war wirklich eine Menge los. Mehr dazu und die passenden Bilder gibts, wenn ich a) ein guenstigeres Internet finde und b) ich auch was hochladen kann.

24 August 2007

Roadtrip durch Kiwiland


Untergekommen sind wir gleichmal in der Strandhütte von einem von Nicks Freunden. Wirklich idyllisch etwas abseits gelegen umgeben von allerlei Urgewächsen, so dass man sich fast wie in einem Dschungel vorkam. Nach gemütlichem Abend vorm warmen Kamin ging es gleich am nächsten Morgen die nahegelegen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Gut dabei die Cathedral Cove. Ein Felsvorsprung mit einem riesigen Loch drunter, fast wie eine Kathedrale also. Und dann natürlich der Ausblick auf kleinere vorgelagerte Inseln und so weiter. Den Hot Water Beach haben wir aufgrund von aufziehenden Regenwolken und aufkommender Flut nur aus dem Auto betrachtet. Da hätte man sich seinen eigenen Hot-Tub in den Sand schaufeln können, was zumindest laut Natalie auch nicht immer klappt^^
Cathedral Cove



Wieder ein gemütlicher Abend und dann morgens weiter nach Rotorua. Roturua ist wohl der übelst riechende Ort der Welt. Das liegt allerdings nicht an einer überdimensionierten Müllkippe, sondern schlicht und allein an den örtlichen Schwefelquellen. Überall steigt Dampf auf und der Gedanke an faule Eier kriegt man nicht wirklich los. Wer einmal in der Therme Erding im Schwefelwasserbecken kann sich das glaub ich ganz gut vorstellen. Der angenehme Nebeneffekt bei der ganzen Sache: während in Erding 1000 Meter nach warmen Wasser gebohrt wird, kriegt man das hier an der Oberfläche. Deshalb hat uns Nick gleichmal zu einem Geheimtipp chauffiert, wo eine warme Quelle einen ganz natürlichen Hot-Tub ermöglicht. Wahnsinnig entspannend und da die Wolkendecke aufgerissen war mit traumhaftem Sternenhimmel garniert.

Roturua stinkt zum Himmel


Am nächsten Tag ging es Sehenwürdigkeiten in der Nähe anschauen. Den Schlammpool, wo Schlamm lustige Blubberblässchen wirft und einem endgültig klar wird, das man hier auf einer Insel ist, die komplett durch vulkanische Aktivitäten entstanden ist. Danach ging es zu einem schönen Wasserfall und dann wieder ein Geheimtipp von Natalies Freund. Rechtzeitig zur Dammöffnung an einen anderen Spot. Ein kleines Rinnsall wurde immer grösser und dann war unter einem ein reissender Fluss wo vorher nur Felsen waren. Wirklich tolle Sache!


Doch nicht genug der Erlebnisse, am Abend ging es zur örtlichen Maori-Kulturshow, wo es zusammen mit ca. 100 Asiaten und einem amerkanischen Paar, die Tanz und Kriegskunst der Neuseeländischen Ureinwohner zu bestaunen gab. Abgerundet wurde das noch von einem leckeren All-You-Can-Eat-Buffet....




Am nächsten Tag ging es erstmal auf die Sommerrodelbahn - transportiert mit Gondeln aus Österreich. Nette Abwechslung, die echt viel Spaß gemacht hat. Nach der Abfahrt ging es weiter Richtung Eastcape, die wohl ursprünglichste Gegend auf der Nordinsel mit den wenigsten Touristen. Schnell mal einen Abstecher nach Hawai gemacht - so heißt dort ein Ort ( die Bedeutung ist schlicht: hohe Flut) und noch zwei weitere traumhafte verlassene Strände - dumm eigentlich nur, dass im Winter in Neuseeland nicht wirklich Badestimmung aufkommt, dann schon eher so ein kleiner verwunschener Effekt.

Hawai mal ohne ii


Übernachtet wurde diesmal ganz schlicht in einem Hostel, wobei die Besonderheit ein Hot-Tub mit Blick aufs Meer war. Der Besitzer war Teil-Maori und etwas seltsam aber zumindest herzlich. Am nächsten Tag ging es weiter mit der Landschaftsschau. Da wir nicht wirklich viel Zeit hatten wurde beschlossen an einem Tag nach Wellington weiterzufahren. Auf dem Weg wurden eine Kirche und Schafe, so wie etliche weitere reizüberflutende traumhafte Landschaften besucht, sowie im Schnelldurchlauf die Städte Gisborne und Napier und dann gings ab durch die Nacht in Neuseelands Haupstadt.

Einsamer Traumstrand


Dort sind wir mitten in der Nacht bei Nicks Schwester angekommen. Ab dem nächsten Tag bin ich dann ins Hostel umgezogen und hab mich auf eigene Faust in Wellington umgesehen. Ab auf den Berg mit dem szenischen Cable-Train, einer Art Tram von Kabeln gezogen. Am Abend hat hauptsächlich Natalie für Nicks Schwester leckere Scampis zubereitet.




Nach einem weiteren Tag mit langem Museumsbesuch hieß es dann erstmal Abschied nehmen, Natalie und Nick sind zum Snowboarden während ich schonmal zurück nach Auckland bin. So und da bin ich jetzt immer noch. Morgen gehts weiter nach Fidschi und was ich da so erlebe und wie ich die letzten Tage in Auckland verbracht habe schreib ich das nächste Mal!


20 August 2007

Begruessung mit Bloc Party

Ich und die Skyline von Auckland

Nach all den Australien-Nachträgen wird's jetzt erstmal Zeit fuer Neuseeland. Natalie hat mich gleichmal am Flughafen abgeholt. Mit dabei ihr neuer Freund Nick, ein waschechter Kiwi. Also ab ins Auto und schnell zum WG-Haus in Auckland gefahren. Auckland ist mit 1,8 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Neuseelands. Bei knapp über 4 Millionen insgesamt im Land ist das schon sehr eindrucksvoll. Typisch dafuer sind zig Huegel in und um die Stadt und lauter kleinere Haeuser. Wolkenkratzer gibts nur im Stadtzentrum.


Doch viel Zeit fuer die Schoenheiten der Stadt gabs erstmal nicht, weil Natalie sich was ganz besonderes einfallen hat lassen. Genau an dem Abend war ein Bloc-Party-Konzert, auf das wir dann auch gegangen sind. Also schnell Zeug ins Zimmer geschmissen, was gegessen und ab dahin. Das Konzert war echt gut und der perfekte Auftakt fuer Neuseeland.
Frank - a damn good drink

Darauf folgte ein mehr oder weniger ruhiges Wochenende, an dem ich am Freitag mit Natalies Ex-Freund Sebastian aus Deutschland weggegangen bin und Samstag Nacht mir uebers Internet und einen chinesischen Kanal das Bayern-Spiel gegen Rostock live angeschaut habe. Ihr koennt euch das wahrscheinlich nicht vorstellen, aber nach vier Monaten hab ich zum ersten Mal wieder allein in einem Zimmer geschlafen. Das einzige Schnarchen, das aufkommen könnte ist meins und niemand kommt mitten in der Nacht ins Zimmer etc... Traumhaft :)


So sieht jetzt die Natalie aus - mit kurzem blondiertem Haar^^

Am Montag wurden dann die Sachen wieder gepackt und los ging die Rundreise. Nick hatte ein Beachhaus auf der Coromandel Peninsula von einem Freund organisiert und das war dann nach vier Stunden Fahrt unsere erste Station. Was fuer eine Landschaft und das Beste: ein Führer, der alles schon gesehen hat und uns so auch einige richtige coole Spots zeigen konnte.


So das war es erstmal für heute. Ab Donnerstag bin ich wieder in Auckland, dann gibts den ganzen Bericht und die dazu passenden Photos :)
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