Die letzten Tage in Neuseeland waren dann doch eher von Entspannen gepraegt und so konnte ich dann Kiwi-Land und Natalie Servus sagen und weiter nach Fidschi fliegen.
Nach einem entspannten und bisher kuerzestem Flug von 3 Stunden, bei dem ein Fidschianer indischer Herkunft mich gleichmal so ein bisschen ueber das Land aufgeklaert hat und den ueblichen Sicherheitskontrollen am Airport (nein, ich bringe kein Essen, Tiere, Pflanzen, etc. mit) hab ich mir ueber das Bord ein Hostel ausgesucht, wo die erste Nacht verbracht werden sollte.
Mit mir haben sich noch drei weitere Deutsche das selbe Guesthouse ausgesucht. Soeren, Conny und Max aus Freiburg, waren mit dem selben Flugzeug angekommen, ein lustiger Abend zu viert in einem fuer 30 Mann ausgelegtem Schlafsaal folgte der erste Morgen in der Suedsee. Beim Freistueck sprach uns eine ziemlich planlose Deutsche, Kathi an. Erste Bemerkung nach einem Tag auf der Hauptinsel: Fidschi ist voll langweilig. Wenn man unglaublicher Weise wie sie vor hat 2 Monate zu bleiben, koennte das dann doch passieren. Mit ihr war ein Schotte, Chris, mit dem sie von einem anderen Hostel zum Strand gefahren ist, besser zu unserer Bleibe.
Da wir nicht so viel Ahnung hatten, was wir uns wirklich anschauen sollte wurde erstmal beschlossen samt Gepaeck zurueck zum Flughafen zu fahren und dort die Reisebueros mal naeher anzuschauen. Die durchaus liebenswuerdige Fidschianerin gab uns dort den Befehl: You leave Nadi (also die Hauptinsel) and go to the Islands!
Gesagt getan und mit 6 Leuten im Schlepptau laesst sich dann doch der ein oder andere Rabatt aushandeln. Also zur Faehre gehetzt und ab nach Mana-Island, einem der guenstigeren Backpacker-Resorts. Die Ankunft dort wurde garniert von einem unglaublichen Sonnenuntergang und einem Doppelbett fuer mich allein. Die Stimmung blieb auch die naechsten Tage weiter gut.
Die Gruppe wuchs: Zwei Hollaender, Arjen und Niels (beide aus Groningen) , schlossen sich an, wieder einmal wurde das Reef unsicher gemacht, geschnorchelt und Nemo gefunden, auf Krabben beim Krabbenrennen gewettet. Ein Abgang hatten wir dann doch, weil Kati doch keine zwei Monate auf Fidschi bleiben wollte, sondern lieber nach 4 Tagen beschlossen hat nach Neuseeland zu fliegen...
Naechste Station unseres Insellebens war Bounty-Island, was zwar etwas teurer, aber auch vom Sauberkeitsstandard hoeher lag. Dahin ging es diesmal nicht mit der fuer ein Land wie Fidschi unglaublich teuren Faehre, sondern mit Moses. Moses brachte uns schon zum Schnorcheln und ist auf Mana wohl so etwas wie der Dorf-Alt-Hippie, lustige Klamotten, lustige Frisur lustigstes Lachen und natuerlich special price fuer special friends. Auf Bounty wurde den Ressort-Mitarbeitern erstmal gezeigt, wie man mal so richtig gegen sie im Billard und Tischtennis verliert und den Englaendern auf der Insel, wie gut Deutsche, Schotten und Hollaender Arschbomben in den Pool machen koennen, wenn sie noch drin sind.
Da die meisten Inseln wie Bounty doch eher fuer Urlauber und Nicht-Backpacker-Budgets ausgerichtet waren ging es zurueck auf die Hauptinsel. Chris und ich hatten mittlerweile beschlossen um zwei Tage zu verlaengern und dann zusammen mit Soeren, Conny und Max auch noch Kalifornien unsicher zu machen. Umbuchen war ein kleines Abenteuer, weil niemand irgendetwas wusste, hat aber dann nach drei Stunden doch noch geklappt.
Was also tun mit der zusaetzlichen Zeit in diesem Traumland? Zu touristisch sollte es nicht sein, und zu teuer erst recht nicht. Loesung Homestay in Katotoka, beruemt fuer die riesigen oertlichen Sandduenen. Wir sind also zu Sechst, (Arjen auch bekannt als Grumpy (Grummler)wollte ein bisschen Radln und kam dann am naechsten Tag doch noch nach) ueber die Insel zu diesem Homestay. Die Familie: Mann um die 70, juengster Sohn 10, eines von neun Kindern (eine Tochter) hatte uns denn Aufenthalt vermittelt und in den Zimmern schlaeft normalerweise die Familie. Dafuer gab es lecker Essen und der Kleine Brendon so wie die 16-jaehrige Tochter als Fuehrer und Aufpasser.
Die Duenen selbst: Sandboard tauglich, riesig und windig. Der Strand Surfbrett tauglich, schwarz und absolut meilenweit menschenleer ausser uns und die Dorfjugend. Wirklich schoene Tage, mit dem Hoehepunkt Lagerfeuer am Strand, Bier und einer Runde Kava davor. Als unsere Fangruppe die Dorfjugend nach Hause gehen wollte und wir nicht wurde uns auch noch eine nette kleine Fischi-Gruselgeschichte erzaehlt. Die Duenen sollen von zwei alten Frauen bewohnt sein, die sich in jede Gestalt verwandeln koennen, angeblich bevorzugt Kuehe, sich dann als Menschen unter die Leute mischen und Touristen verwirren. So waere eine Gruppe Australier die ganze Nacht umhergeirrt und haette versucht zurueck zu finden. Unser erster Gedanke: Die Australier und die Drogen. Glauben mussten wir die Geschichte eh nicht, weil uns ein kurzer Regenguss freundlicherweise die Entscheidung abgenommen hat.
Am naechsten Tag ging es schon um fuenf zum Flughafen, weil Chris noch sein neues Ticket ausstellen lassen musste und nach 7 Stunden Wartezeit, weil der Flieger zwei Stunden Verspaetung hatte weiter nach LA.
Dort bin ich mit Chris und den drei Deutschen jetzt schon fuenf Tage und da war wirklich eine Menge los. Mehr dazu und die passenden Bilder gibts, wenn ich a) ein guenstigeres Internet finde und b) ich auch was hochladen kann.
Reisen - einmal Rundherum! Tips für Thailand, Kambodscha, Australien, Neuseeland, Fidj und die USA
09 September 2007
24 August 2007
Roadtrip durch Kiwiland
Untergekommen sind wir gleichmal in der Strandhütte von einem von Nicks Freunden. Wirklich idyllisch etwas abseits gelegen umgeben von allerlei Urgewächsen, so dass man sich fast wie in einem Dschungel vorkam. Nach gemütlichem Abend vorm warmen Kamin ging es gleich am nächsten Morgen die nahegelegen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Gut dabei die Cathedral Cove. Ein Felsvorsprung mit einem riesigen Loch drunter, fast wie eine Kathedrale also. Und dann natürlich der Ausblick auf kleinere vorgelagerte Inseln und so weiter. Den Hot Water Beach haben wir aufgrund von aufziehenden Regenwolken und aufkommender Flut nur aus dem Auto betrachtet. Da hätte man sich seinen eigenen Hot-Tub in den Sand schaufeln können, was zumindest laut Natalie auch nicht immer klappt^^
Wieder ein gemütlicher Abend und dann morgens weiter nach Rotorua. Roturua ist wohl der übelst riechende Ort der Welt. Das liegt allerdings nicht an einer überdimensionierten Müllkippe, sondern schlicht und allein an den örtlichen Schwefelquellen. Überall steigt Dampf auf und der Gedanke an faule Eier kriegt man nicht wirklich los. Wer einmal in der Therme Erding im Schwefelwasserbecken kann sich das glaub ich ganz gut vorstellen. Der angenehme Nebeneffekt bei der ganzen Sache: während in Erding 1000 Meter nach warmen Wasser gebohrt wird, kriegt man das hier an der Oberfläche. Deshalb hat uns Nick gleichmal zu einem Geheimtipp chauffiert, wo eine warme Quelle einen ganz natürlichen Hot-Tub ermöglicht. Wahnsinnig entspannend und da die Wolkendecke aufgerissen war mit traumhaftem Sternenhimmel garniert.
Am nächsten Tag ging es Sehenwürdigkeiten in der Nähe anschauen. Den Schlammpool, wo Schlamm lustige Blubberblässchen wirft und einem endgültig klar wird, das man hier auf einer Insel ist, die komplett durch vulkanische Aktivitäten entstanden ist. Danach ging es zu einem schönen Wasserfall und dann wieder ein Geheimtipp von Natalies Freund. Rechtzeitig zur Dammöffnung an einen anderen Spot. Ein kleines Rinnsall wurde immer grösser und dann war unter einem ein reissender Fluss wo vorher nur Felsen waren. Wirklich tolle Sache!
Doch nicht genug der Erlebnisse, am Abend ging es zur örtlichen Maori-Kulturshow, wo es zusammen mit ca. 100 Asiaten und einem amerkanischen Paar, die Tanz und Kriegskunst der Neuseeländischen Ureinwohner zu bestaunen gab. Abgerundet wurde das noch von einem leckeren All-You-Can-Eat-Buffet....
Am nächsten Tag ging es erstmal auf die Sommerrodelbahn - transportiert mit Gondeln aus Österreich. Nette Abwechslung, die echt viel Spaß gemacht hat. Nach der Abfahrt ging es weiter Richtung Eastcape, die wohl ursprünglichste Gegend auf der Nordinsel mit den wenigsten Touristen. Schnell mal einen Abstecher nach Hawai gemacht - so heißt dort ein Ort ( die Bedeutung ist schlicht: hohe Flut) und noch zwei weitere traumhafte verlassene Strände - dumm eigentlich nur, dass im Winter in Neuseeland nicht wirklich Badestimmung aufkommt, dann schon eher so ein kleiner verwunschener Effekt.
Übernachtet wurde diesmal ganz schlicht in einem Hostel, wobei die Besonderheit ein Hot-Tub mit Blick aufs Meer war. Der Besitzer war Teil-Maori und etwas seltsam aber zumindest herzlich. Am nächsten Tag ging es weiter mit der Landschaftsschau. Da wir nicht wirklich viel Zeit hatten wurde beschlossen an einem Tag nach Wellington weiterzufahren. Auf dem Weg wurden eine Kirche und Schafe, so wie etliche weitere reizüberflutende traumhafte Landschaften besucht, sowie im Schnelldurchlauf die Städte Gisborne und Napier und dann gings ab durch die Nacht in Neuseelands Haupstadt.
Dort sind wir mitten in der Nacht bei Nicks Schwester angekommen. Ab dem nächsten Tag bin ich dann ins Hostel umgezogen und hab mich auf eigene Faust in Wellington umgesehen. Ab auf den Berg mit dem szenischen Cable-Train, einer Art Tram von Kabeln gezogen. Am Abend hat hauptsächlich Natalie für Nicks Schwester leckere Scampis zubereitet.
Nach einem weiteren Tag mit langem Museumsbesuch hieß es dann erstmal Abschied nehmen, Natalie und Nick sind zum Snowboarden während ich schonmal zurück nach Auckland bin. So und da bin ich jetzt immer noch. Morgen gehts weiter nach Fidschi und was ich da so erlebe und wie ich die letzten Tage in Auckland verbracht habe schreib ich das nächste Mal!
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20 August 2007
Begruessung mit Bloc Party
Nach all den Australien-Nachträgen wird's jetzt erstmal Zeit fuer Neuseeland. Natalie hat mich gleichmal am Flughafen abgeholt. Mit dabei ihr neuer Freund Nick, ein waschechter Kiwi. Also ab ins Auto und schnell zum WG-Haus in Auckland gefahren. Auckland ist mit 1,8 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Neuseelands. Bei knapp über 4 Millionen insgesamt im Land ist das schon sehr eindrucksvoll. Typisch dafuer sind zig Huegel in und um die Stadt und lauter kleinere Haeuser. Wolkenkratzer gibts nur im Stadtzentrum.
Doch viel Zeit fuer die Schoenheiten der Stadt gabs erstmal nicht, weil Natalie sich was ganz besonderes einfallen hat lassen. Genau an dem Abend war ein Bloc-Party-Konzert, auf das wir dann auch gegangen sind. Also schnell Zeug ins Zimmer geschmissen, was gegessen und ab dahin. Das Konzert war echt gut und der perfekte Auftakt fuer Neuseeland.
Doch viel Zeit fuer die Schoenheiten der Stadt gabs erstmal nicht, weil Natalie sich was ganz besonderes einfallen hat lassen. Genau an dem Abend war ein Bloc-Party-Konzert, auf das wir dann auch gegangen sind. Also schnell Zeug ins Zimmer geschmissen, was gegessen und ab dahin. Das Konzert war echt gut und der perfekte Auftakt fuer Neuseeland.
Darauf folgte ein mehr oder weniger ruhiges Wochenende, an dem ich am Freitag mit Natalies Ex-Freund Sebastian aus Deutschland weggegangen bin und Samstag Nacht mir uebers Internet und einen chinesischen Kanal das Bayern-Spiel gegen Rostock live angeschaut habe. Ihr koennt euch das wahrscheinlich nicht vorstellen, aber nach vier Monaten hab ich zum ersten Mal wieder allein in einem Zimmer geschlafen. Das einzige Schnarchen, das aufkommen könnte ist meins und niemand kommt mitten in der Nacht ins Zimmer etc... Traumhaft :)
So sieht jetzt die Natalie aus - mit kurzem blondiertem Haar^^
Am Montag wurden dann die Sachen wieder gepackt und los ging die Rundreise. Nick hatte ein Beachhaus auf der Coromandel Peninsula von einem Freund organisiert und das war dann nach vier Stunden Fahrt unsere erste Station. Was fuer eine Landschaft und das Beste: ein Führer, der alles schon gesehen hat und uns so auch einige richtige coole Spots zeigen konnte.
So das war es erstmal für heute. Ab Donnerstag bin ich wieder in Auckland, dann gibts den ganzen Bericht und die dazu passenden Photos :)
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11 August 2007
Sydney und aus is Australien
Am nächsten Tag ging dann am Nachmittag der Bus nach Sydney. 14 Stunden Fahrt über Nacht, wobei ich im Bus zwei Sitze für hatte und so auch erstaunlich gut geschlafen hab. Ankunft in Sydney war 6:30h also schnell nach Kings Cross dem St.Pauli Sydneys mit vielen Backpacker-Hostels etc. Das Hostel war Mal ein richtiges Loch, aber dafür preiswert. Das Geld auf meinem australischen Konto (hatte ja noch keine neue deutsche Bankkarte) ging derart zur Neige, das ich nach dem Einchecken und dem Bazahlen für den Bus zum Flughafen am nächsten Tag genau noch 4 Dollar übrig hatte. Macht aber nichts, weil Essen hatte ich noch und Sachen, die man umsonst sehen kann gibts in Sydney zuhauf. Also nach 2 Stunden erstmal ab ins City Centre. Und da war es am Ende des botanischen Gartens und nach einem Besuch im örtlichen Museum (Museen sind in Australien weitgehend kostenlos): Das Sydney Opera House.
Strahlend weiss und in die Bucht hineingebaut. Obligatorische Photos gemacht, und dann weg von den Touri-Horden zurück in den botanischen Garten, mit Blick auf die Bucht. Kaum war ich den Touris entronnen kam die nächste Plage herangerollt. Jogger, Jogger, Jogger und hin und wieder eine Nordic Walkerin. Laut meinem Clicker kamen in 4 Minuten 27 Jogger, wobei in dieser Zeit keine Laufgruppe auftauchte, die locker Mal 10-50 Laufenthusiasten vereinigt. Zudem entschied sich ein Läufer dafür mit im Park auf Liegestützen umzuschwenken, was realtiv lustig zu beobachten war.
Nach einem weiteren ausgiebigen Spaziergang und 2 Dollar für Wasser und Schokoriegel ging es zurück ins Hostel. Dort wurde mir angeboten, mit in eine Bar zu kommen: Ein Getränk kaufen, dafür Abendessen abstauben und danach 1 Stunde lang Freibier. Problem: ich hatte noch genau 2 weitere Dollar übrig. Da das eh schon egal war das Geld oder gar keins, bin ich einfach mal in die nächste Spielhalle. Nach 5 Minuten hatte ich 8 Dollar gewonnen und meinen letzten Abend in Australien gerettet. Ab in die Kneipe, mein Hühnerschnitzel (die nennen das wirklich Schnitzel hier) verdrückt, Freibier abgestaubt und dann mit einem Engländer weiter in einen anderen Club (der angesagte Wet-T-Shirt-Contest konnte mich dort nicht wirklich halten). Im neuen Club gabs für Backpacker ein weiteres Freibier und danach Bier für 3,50.
Also jetzt nocheinmal ein bisschen reflektieren: Was war Australien für mich? Definitiv eine interessante Erfahrung, wobei ich nicht so lange in Melbourne bleiben hätte sollen. Das Reisen danach hat mir wirklich getaugt und die Leute auch. Von den Kurzeindrücken her hat mir Brisbane am besten gefallen. Am meisten vermissen werde ich:
1. die unglaublich leckeren grossen Sushi-Rollen in Melbourne, die 2 Dollar gekostet haben und von denen ich mich während meiner Zeit als Möbelpacker weitgehend ernährt habe.
2. Floskeln wie "Cheers Mate, Darl' und Buddy" sowie "No worries mate" und "Good as Gold"
3. Die eine odere andere schöne Landschaft
4. Meatpies, meine fette Alternative zu Sushi (gibts aber genauso wie Sushi auch hier in Neuseeland)
5. Dim Sims, gibts wohl nur in Melbourne und wahrscheinlich China (seltsames Gepäck mit undefinierbarer fleischhaltiger Füllung)
Aus is' Australien. Schön war's aber jetzt ist Kiwi-Zeit!!!!!
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