07 März 2011

Schnellen Pass beantragen - Express Pass hilft

Wer kennt das nicht - der Urlaub steht vor der Tür und der Blick in den Reisepass lässt einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Ihr deutscher Reisepass ist abgelaufen oder gilt nicht mehr lange genug um die Einreise im Urlaubsland zu ermöglichen.

Dabei ist wirklich Vorsicht geboten. So muss man vor einer Einreise in Thailand einen gültigen Pass besitzen, der mindestens noch sechs Monate gilt.

Nun gibt es drei Möglichkeiten. Entweder man pokert und hat auch noch etwas Zeit im Rücken. Das Ausstellen eines normaler Pass kann aber bis zu sechs Wochen dauern. Wer sich da verzockt kann seinen wohlverdienten Urlaub aufs Spiel setzen. Nach dem ersten Schock könnte der Ärger mit der Liebsten oder der ganzen Familie anstehen. Gottseidank gibt es mittlerweile deutlich mehr Möglichkeiten, einen neuen Pass zu erhalten.

Für wirkliche Spätmerker bleibt nur noch der Weg des vorläufigen Reisepasses. Dieser ist für ein Jahr gültig und kostet in Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt jeweils 26 Euro. Für manche war dieser Pass schon die Rettung in letzter Sekunde.

Es gibt allerdings noch eine dritte Lösung, die dafür sorgt, dass so mancher nicht jährlich zum Passamt muss. Der Express-Pass ist der perfekte Kompromiss. Nach bis zu sechs Tagen ist der neue Reisepass da. Aufpreis ist in München, Berlin und Hamburg 32 Euro. Die Wartezeiten sind allerdings von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Während man in Berlin (wo auch die Bundesdruckerei sitzt) und Hamburg nur drei Tage auf den neuen Pass im Expresstempo warten muss, dauert das ganze in Frankfurt bis zu 4 Tagen und in München muss man sogar sechs Werktage einrechnen. Da ist sie wieder: die bayrische Gemütlichkeit.

Wichtig: Der Express-Pass ist dabei absolut identisch mit einem normalem Reisepass und gilt bis zu 10 Jahre. Unterschiede zum normalen Pass gibt es außer der Express-Ausstellung nicht.

Egal welche Variante man wählt so wird der Urlaub garantiert nicht schon bei der Anreise ein Reinfall ;-)

22 Februar 2011

Taxi-Tip: Vom Flughafen nach Bangkok

Reisestrapazen in Bangkok abkürzen: So komme ich schnell, günstig und stressfrei mit dem Taxi in die City.

Am Anfang jeder größeren Reise steht der Flug. Desto weiter man sich von zuhause entfernt, desto aufgeregter, aber auch desto erschöpfter ist man, wenn man an seinem Ziel ankommt.
Da macht natürlich auch ein Trip nach Bangkok, Thailand keine Ausnahme.

Nachdem man all die Einreiseformalitäten hinter sich gebracht hat will man nur noch eins raus aus dem Flughafen und rein in die Stadt.

Wie jeder Flughafen bietet auch der Suvarnabhumi Airport in Bangkok keine Ausnahme. Nur wegzukommen ist nicht ganz so einfach wie bei anderne Flughafen. Wirklicher öffentlicher Nahverkehr ist nicht vorhanden.

Die Wahl beschränkt sich momentan noch auf Bus oder Taxi. Für den Bus spricht der billigere Preis. Für das Taxi der höhere Komfort und verringerte Streß nach anstrengendem Flug.

Ich kann insgesamt nur den Transfer mit dem Taxi empfehlen. Allerdings nicht ganz so, wie es alle machen. Mein Taxi-Tip ist genauso einfach wie wirkungsvoll.
Statt in die untere Ebene zu gehen und dort überteuerte Preise und einen Flughafenzuschlag fürs Taxi zu bezahlen. Geht man einfach bequem mit der Rolltreppe ein Stockwerk höher in den Abflugsbereich des Flughafens.

Von dort geht man einfach raus aus dem Gebäude, lässt die extrem hohe Luftfeuchtigkeit von Bangkoks kurz auf sich wirken und steigt dann in das nächste gekühlte Taxi ein. Da diese Fahrer gerade erst Gäste zum Flughafen gebracht haben, sind diese bereit auch das Taxi-Meter einzuschalten und fahren einen schnell, komfortabel und günstig wohin auch immer man will z.B. in die Kao San Road oder in weitere schöne Gegenden der Stadt.

Mein Fazit: Solange die Querelen um den Bau des Skytrains zum Flughafen anhalten ist das Taxi in Bagnkok nach dem Flug die beste Lösung und vom Abflugsbereich auch noch ein echter Geheimtipp!

15 September 2007

Roadtripping USA

Angekommen in LA, gelandet in West Hollywood - so sah der erste Tag in den USA aus. Ins Hostel sind wir mehr oder weniger über das Prinzip Zufall: Angesprochen worden am Flughafen, andere Unterkunftsmöglichkeiten ausgecheckt und dann doch ins erste Hostel. Die Location: typisch Hostel, aber zu Fünft kriegt man dann doch fast sowas wie Privatspähre.

Nach einem ausgiebigen Abendessen beim ersten (von vielen weiteren) zu erforschenden neuen Fast-Food-Ketten: Jack in the Box. Die erste Ernüchterung auf vollen Magen gab es beim ersten Weggehen am Abend. Da zu dem Zeitpunkt nur zwei von uns (Chris und ich) ueber 21 waren, war's erstmal nichts mit Clubbing. Die Bar unserer Wahl war dann eine Art Karaoke-Location mit Bullriding in der Mitte. Wie stellt man sich das Partyleben in LA so vor? Partys bis zum Abwinken und vor allem die ganze Nacht lang. Hier kommt auch schon die nächste Ernüchterung ins Spiel. Um Viertel vor zwei gingen in der Bar die Lichter an und die Gaeste wurden freundlichst zum Ausgang komplimentiert: Sperrstunde Kalifornienweit um zwei - jeden Tag inklusive Wochenende und Liquorstores. Im wahrsten Sinne des Wortes ernüchternd....


Die nächsten zwei Tage war dann Sightseeing angesagt: Der Walk of Fame, inklusive Nähe zu einem Filmset, von der Ferne die Huegel von Hollywood erspaeht, Downtown begutachtet, Spidertramp (einen als Spiderman verkleideten Alkoholiker) gesichtet etc....
Abends Amerikanerinnen kennengelernt und bei denen weiter gefeiert und einen Tag später an Connys 21. Geburtstag bei so einem richtigen Bonzen in Beverly Hills bis morgens früh um 7 abgehangen
Nach der Nacht kam dann die unglaubliche Ernüchterung Nummer zwei. als wir so um 11h ins Hostel eingelaufen sind wurde uns mitgeteilt, dass wir leider nicht länger bleiben können, weil ausgebucht.

Kein Problem ab nach Venice Beach und dort ins Hostel. Venice Beach, der Strand der Schönen und Reichen war echt entspannt. Die nächste Aufgabe war da schon komplizierter: Mietwagen finden, in dem fünf Leute samt Weltreiseausstattung reinpassen mit folgenden Problemchen:

1. Chris ist 29, hat keinen Führerschein (billig mieten ist ab 25)
2. Ich hab keine Kreditkarte
3. Alle anderen waren unter 21 (was die Sache richtig teuer macht)
4. Man kann seine Kreditkarte nur auf sich als Mieter anwenden...

Nach zwei verschiedenen Firmen und ungefaehr dreistündigem Aushandeln hatten wir unseren richtig dicken SUV mit Platz fuer alles was das Herz begehrt. Und ab gings: erste Station Las Vegas.

Die Fahrt dahin traumhaft mit der Landschaft, erstes Kasino direkt hinter der Staatengrenze und The Fabulous. Glitzerwelt und Traum in einem. Unterkunft war der erste Trick: Ein Zimmer gemietet, alle dort einquartiert und dann ab auf den Strip in die Kasinos und so weiter.
Meine Verluste haben sich in Grenzen gehalten und Spass hat's auf jeden Fall gemacht. Viva Las Vegas!!!!

09 September 2007

Von Inseln und Sandduenen

Die letzten Tage in Neuseeland waren dann doch eher von Entspannen gepraegt und so konnte ich dann Kiwi-Land und Natalie Servus sagen und weiter nach Fidschi fliegen.
Nach einem entspannten und bisher kuerzestem Flug von 3 Stunden, bei dem ein Fidschianer indischer Herkunft mich gleichmal so ein bisschen ueber das Land aufgeklaert hat und den ueblichen Sicherheitskontrollen am Airport (nein, ich bringe kein Essen, Tiere, Pflanzen, etc. mit) hab ich mir ueber das Bord ein Hostel ausgesucht, wo die erste Nacht verbracht werden sollte.

Mit mir haben sich noch drei weitere Deutsche das selbe Guesthouse ausgesucht. Soeren, Conny und Max aus Freiburg, waren mit dem selben Flugzeug angekommen, ein lustiger Abend zu viert in einem fuer 30 Mann ausgelegtem Schlafsaal folgte der erste Morgen in der Suedsee. Beim Freistueck sprach uns eine ziemlich planlose Deutsche, Kathi an. Erste Bemerkung nach einem Tag auf der Hauptinsel: Fidschi ist voll langweilig. Wenn man unglaublicher Weise wie sie vor hat 2 Monate zu bleiben, koennte das dann doch passieren. Mit ihr war ein Schotte, Chris, mit dem sie von einem anderen Hostel zum Strand gefahren ist, besser zu unserer Bleibe.
Da wir nicht so viel Ahnung hatten, was wir uns wirklich anschauen sollte wurde erstmal beschlossen samt Gepaeck zurueck zum Flughafen zu fahren und dort die Reisebueros mal naeher anzuschauen. Die durchaus liebenswuerdige Fidschianerin gab uns dort den Befehl: You leave Nadi (also die Hauptinsel) and go to the Islands!

Gesagt getan und mit 6 Leuten im Schlepptau laesst sich dann doch der ein oder andere Rabatt aushandeln. Also zur Faehre gehetzt und ab nach Mana-Island, einem der guenstigeren Backpacker-Resorts. Die Ankunft dort wurde garniert von einem unglaublichen Sonnenuntergang und einem Doppelbett fuer mich allein. Die Stimmung blieb auch die naechsten Tage weiter gut.

Die Gruppe wuchs: Zwei Hollaender, Arjen und Niels (beide aus Groningen) , schlossen sich an, wieder einmal wurde das Reef unsicher gemacht, geschnorchelt und Nemo gefunden, auf Krabben beim Krabbenrennen gewettet. Ein Abgang hatten wir dann doch, weil Kati doch keine zwei Monate auf Fidschi bleiben wollte, sondern lieber nach 4 Tagen beschlossen hat nach Neuseeland zu fliegen...

Naechste Station unseres Insellebens war Bounty-Island, was zwar etwas teurer, aber auch vom Sauberkeitsstandard hoeher lag. Dahin ging es diesmal nicht mit der fuer ein Land wie Fidschi unglaublich teuren Faehre, sondern mit Moses. Moses brachte uns schon zum Schnorcheln und ist auf Mana wohl so etwas wie der Dorf-Alt-Hippie, lustige Klamotten, lustige Frisur lustigstes Lachen und natuerlich special price fuer special friends. Auf Bounty wurde den Ressort-Mitarbeitern erstmal gezeigt, wie man mal so richtig gegen sie im Billard und Tischtennis verliert und den Englaendern auf der Insel, wie gut Deutsche, Schotten und Hollaender Arschbomben in den Pool machen koennen, wenn sie noch drin sind.

Da die meisten Inseln wie Bounty doch eher fuer Urlauber und Nicht-Backpacker-Budgets ausgerichtet waren ging es zurueck auf die Hauptinsel. Chris und ich hatten mittlerweile beschlossen um zwei Tage zu verlaengern und dann zusammen mit Soeren, Conny und Max auch noch Kalifornien unsicher zu machen. Umbuchen war ein kleines Abenteuer, weil niemand irgendetwas wusste, hat aber dann nach drei Stunden doch noch geklappt.

Was also tun mit der zusaetzlichen Zeit in diesem Traumland? Zu touristisch sollte es nicht sein, und zu teuer erst recht nicht. Loesung Homestay in Katotoka, beruemt fuer die riesigen oertlichen Sandduenen. Wir sind also zu Sechst, (Arjen auch bekannt als Grumpy (Grummler)wollte ein bisschen Radln und kam dann am naechsten Tag doch noch nach) ueber die Insel zu diesem Homestay. Die Familie: Mann um die 70, juengster Sohn 10, eines von neun Kindern (eine Tochter) hatte uns denn Aufenthalt vermittelt und in den Zimmern schlaeft normalerweise die Familie. Dafuer gab es lecker Essen und der Kleine Brendon so wie die 16-jaehrige Tochter als Fuehrer und Aufpasser.

Die Duenen selbst: Sandboard tauglich, riesig und windig. Der Strand Surfbrett tauglich, schwarz und absolut meilenweit menschenleer ausser uns und die Dorfjugend. Wirklich schoene Tage, mit dem Hoehepunkt Lagerfeuer am Strand, Bier und einer Runde Kava davor. Als unsere Fangruppe die Dorfjugend nach Hause gehen wollte und wir nicht wurde uns auch noch eine nette kleine Fischi-Gruselgeschichte erzaehlt. Die Duenen sollen von zwei alten Frauen bewohnt sein, die sich in jede Gestalt verwandeln koennen, angeblich bevorzugt Kuehe, sich dann als Menschen unter die Leute mischen und Touristen verwirren. So waere eine Gruppe Australier die ganze Nacht umhergeirrt und haette versucht zurueck zu finden. Unser erster Gedanke: Die Australier und die Drogen. Glauben mussten wir die Geschichte eh nicht, weil uns ein kurzer Regenguss freundlicherweise die Entscheidung abgenommen hat.

Am naechsten Tag ging es schon um fuenf zum Flughafen, weil Chris noch sein neues Ticket ausstellen lassen musste und nach 7 Stunden Wartezeit, weil der Flieger zwei Stunden Verspaetung hatte weiter nach LA.
Dort bin ich mit Chris und den drei Deutschen jetzt schon fuenf Tage und da war wirklich eine Menge los. Mehr dazu und die passenden Bilder gibts, wenn ich a) ein guenstigeres Internet finde und b) ich auch was hochladen kann.

24 August 2007

Roadtrip durch Kiwiland


Untergekommen sind wir gleichmal in der Strandhütte von einem von Nicks Freunden. Wirklich idyllisch etwas abseits gelegen umgeben von allerlei Urgewächsen, so dass man sich fast wie in einem Dschungel vorkam. Nach gemütlichem Abend vorm warmen Kamin ging es gleich am nächsten Morgen die nahegelegen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Gut dabei die Cathedral Cove. Ein Felsvorsprung mit einem riesigen Loch drunter, fast wie eine Kathedrale also. Und dann natürlich der Ausblick auf kleinere vorgelagerte Inseln und so weiter. Den Hot Water Beach haben wir aufgrund von aufziehenden Regenwolken und aufkommender Flut nur aus dem Auto betrachtet. Da hätte man sich seinen eigenen Hot-Tub in den Sand schaufeln können, was zumindest laut Natalie auch nicht immer klappt^^
Cathedral Cove



Wieder ein gemütlicher Abend und dann morgens weiter nach Rotorua. Roturua ist wohl der übelst riechende Ort der Welt. Das liegt allerdings nicht an einer überdimensionierten Müllkippe, sondern schlicht und allein an den örtlichen Schwefelquellen. Überall steigt Dampf auf und der Gedanke an faule Eier kriegt man nicht wirklich los. Wer einmal in der Therme Erding im Schwefelwasserbecken kann sich das glaub ich ganz gut vorstellen. Der angenehme Nebeneffekt bei der ganzen Sache: während in Erding 1000 Meter nach warmen Wasser gebohrt wird, kriegt man das hier an der Oberfläche. Deshalb hat uns Nick gleichmal zu einem Geheimtipp chauffiert, wo eine warme Quelle einen ganz natürlichen Hot-Tub ermöglicht. Wahnsinnig entspannend und da die Wolkendecke aufgerissen war mit traumhaftem Sternenhimmel garniert.

Roturua stinkt zum Himmel


Am nächsten Tag ging es Sehenwürdigkeiten in der Nähe anschauen. Den Schlammpool, wo Schlamm lustige Blubberblässchen wirft und einem endgültig klar wird, das man hier auf einer Insel ist, die komplett durch vulkanische Aktivitäten entstanden ist. Danach ging es zu einem schönen Wasserfall und dann wieder ein Geheimtipp von Natalies Freund. Rechtzeitig zur Dammöffnung an einen anderen Spot. Ein kleines Rinnsall wurde immer grösser und dann war unter einem ein reissender Fluss wo vorher nur Felsen waren. Wirklich tolle Sache!


Doch nicht genug der Erlebnisse, am Abend ging es zur örtlichen Maori-Kulturshow, wo es zusammen mit ca. 100 Asiaten und einem amerkanischen Paar, die Tanz und Kriegskunst der Neuseeländischen Ureinwohner zu bestaunen gab. Abgerundet wurde das noch von einem leckeren All-You-Can-Eat-Buffet....




Am nächsten Tag ging es erstmal auf die Sommerrodelbahn - transportiert mit Gondeln aus Österreich. Nette Abwechslung, die echt viel Spaß gemacht hat. Nach der Abfahrt ging es weiter Richtung Eastcape, die wohl ursprünglichste Gegend auf der Nordinsel mit den wenigsten Touristen. Schnell mal einen Abstecher nach Hawai gemacht - so heißt dort ein Ort ( die Bedeutung ist schlicht: hohe Flut) und noch zwei weitere traumhafte verlassene Strände - dumm eigentlich nur, dass im Winter in Neuseeland nicht wirklich Badestimmung aufkommt, dann schon eher so ein kleiner verwunschener Effekt.

Hawai mal ohne ii


Übernachtet wurde diesmal ganz schlicht in einem Hostel, wobei die Besonderheit ein Hot-Tub mit Blick aufs Meer war. Der Besitzer war Teil-Maori und etwas seltsam aber zumindest herzlich. Am nächsten Tag ging es weiter mit der Landschaftsschau. Da wir nicht wirklich viel Zeit hatten wurde beschlossen an einem Tag nach Wellington weiterzufahren. Auf dem Weg wurden eine Kirche und Schafe, so wie etliche weitere reizüberflutende traumhafte Landschaften besucht, sowie im Schnelldurchlauf die Städte Gisborne und Napier und dann gings ab durch die Nacht in Neuseelands Haupstadt.

Einsamer Traumstrand


Dort sind wir mitten in der Nacht bei Nicks Schwester angekommen. Ab dem nächsten Tag bin ich dann ins Hostel umgezogen und hab mich auf eigene Faust in Wellington umgesehen. Ab auf den Berg mit dem szenischen Cable-Train, einer Art Tram von Kabeln gezogen. Am Abend hat hauptsächlich Natalie für Nicks Schwester leckere Scampis zubereitet.




Nach einem weiteren Tag mit langem Museumsbesuch hieß es dann erstmal Abschied nehmen, Natalie und Nick sind zum Snowboarden während ich schonmal zurück nach Auckland bin. So und da bin ich jetzt immer noch. Morgen gehts weiter nach Fidschi und was ich da so erlebe und wie ich die letzten Tage in Auckland verbracht habe schreib ich das nächste Mal!


20 August 2007

Begruessung mit Bloc Party

Ich und die Skyline von Auckland

Nach all den Australien-Nachträgen wird's jetzt erstmal Zeit fuer Neuseeland. Natalie hat mich gleichmal am Flughafen abgeholt. Mit dabei ihr neuer Freund Nick, ein waschechter Kiwi. Also ab ins Auto und schnell zum WG-Haus in Auckland gefahren. Auckland ist mit 1,8 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Neuseelands. Bei knapp über 4 Millionen insgesamt im Land ist das schon sehr eindrucksvoll. Typisch dafuer sind zig Huegel in und um die Stadt und lauter kleinere Haeuser. Wolkenkratzer gibts nur im Stadtzentrum.


Doch viel Zeit fuer die Schoenheiten der Stadt gabs erstmal nicht, weil Natalie sich was ganz besonderes einfallen hat lassen. Genau an dem Abend war ein Bloc-Party-Konzert, auf das wir dann auch gegangen sind. Also schnell Zeug ins Zimmer geschmissen, was gegessen und ab dahin. Das Konzert war echt gut und der perfekte Auftakt fuer Neuseeland.
Frank - a damn good drink

Darauf folgte ein mehr oder weniger ruhiges Wochenende, an dem ich am Freitag mit Natalies Ex-Freund Sebastian aus Deutschland weggegangen bin und Samstag Nacht mir uebers Internet und einen chinesischen Kanal das Bayern-Spiel gegen Rostock live angeschaut habe. Ihr koennt euch das wahrscheinlich nicht vorstellen, aber nach vier Monaten hab ich zum ersten Mal wieder allein in einem Zimmer geschlafen. Das einzige Schnarchen, das aufkommen könnte ist meins und niemand kommt mitten in der Nacht ins Zimmer etc... Traumhaft :)


So sieht jetzt die Natalie aus - mit kurzem blondiertem Haar^^

Am Montag wurden dann die Sachen wieder gepackt und los ging die Rundreise. Nick hatte ein Beachhaus auf der Coromandel Peninsula von einem Freund organisiert und das war dann nach vier Stunden Fahrt unsere erste Station. Was fuer eine Landschaft und das Beste: ein Führer, der alles schon gesehen hat und uns so auch einige richtige coole Spots zeigen konnte.


So das war es erstmal für heute. Ab Donnerstag bin ich wieder in Auckland, dann gibts den ganzen Bericht und die dazu passenden Photos :)

11 August 2007

Sydney und aus is Australien

Am nächsten Tag ging dann am Nachmittag der Bus nach Sydney. 14 Stunden Fahrt über Nacht, wobei ich im Bus zwei Sitze für hatte und so auch erstaunlich gut geschlafen hab. Ankunft in Sydney war 6:30h also schnell nach Kings Cross dem St.Pauli Sydneys mit vielen Backpacker-Hostels etc. Das Hostel war Mal ein richtiges Loch, aber dafür preiswert. Das Geld auf meinem australischen Konto (hatte ja noch keine neue deutsche Bankkarte) ging derart zur Neige, das ich nach dem Einchecken und dem Bazahlen für den Bus zum Flughafen am nächsten Tag genau noch 4 Dollar übrig hatte. Macht aber nichts, weil Essen hatte ich noch und Sachen, die man umsonst sehen kann gibts in Sydney zuhauf. Also nach 2 Stunden erstmal ab ins City Centre. Und da war es am Ende des botanischen Gartens und nach einem Besuch im örtlichen Museum (Museen sind in Australien weitgehend kostenlos): Das Sydney Opera House.
Sydney Opera House und Harbour Bridge

Strahlend weiss und in die Bucht hineingebaut. Obligatorische Photos gemacht, und dann weg von den Touri-Horden zurück in den botanischen Garten, mit Blick auf die Bucht. Kaum war ich den Touris entronnen kam die nächste Plage herangerollt. Jogger, Jogger, Jogger und hin und wieder eine Nordic Walkerin. Laut meinem Clicker kamen in 4 Minuten 27 Jogger, wobei in dieser Zeit keine Laufgruppe auftauchte, die locker Mal 10-50 Laufenthusiasten vereinigt. Zudem entschied sich ein Läufer dafür mit im Park auf Liegestützen umzuschwenken, was realtiv lustig zu beobachten war.
Der botanische Garten in Sydney


Nach einem weiteren ausgiebigen Spaziergang und 2 Dollar für Wasser und Schokoriegel ging es zurück ins Hostel. Dort wurde mir angeboten, mit in eine Bar zu kommen: Ein Getränk kaufen, dafür Abendessen abstauben und danach 1 Stunde lang Freibier. Problem: ich hatte noch genau 2 weitere Dollar übrig. Da das eh schon egal war das Geld oder gar keins, bin ich einfach mal in die nächste Spielhalle. Nach 5 Minuten hatte ich 8 Dollar gewonnen und meinen letzten Abend in Australien gerettet. Ab in die Kneipe, mein Hühnerschnitzel (die nennen das wirklich Schnitzel hier) verdrückt, Freibier abgestaubt und dann mit einem Engländer weiter in einen anderen Club (der angesagte Wet-T-Shirt-Contest konnte mich dort nicht wirklich halten). Im neuen Club gabs für Backpacker ein weiteres Freibier und danach Bier für 3,50.
Was macht die Fledermaus so am Tag? Klar doch rumhängen...

Also jetzt nocheinmal ein bisschen reflektieren: Was war Australien für mich? Definitiv eine interessante Erfahrung, wobei ich nicht so lange in Melbourne bleiben hätte sollen. Das Reisen danach hat mir wirklich getaugt und die Leute auch. Von den Kurzeindrücken her hat mir Brisbane am besten gefallen. Am meisten vermissen werde ich:


1. die unglaublich leckeren grossen Sushi-Rollen in Melbourne, die 2 Dollar gekostet haben und von denen ich mich während meiner Zeit als Möbelpacker weitgehend ernährt habe.


2. Floskeln wie "Cheers Mate, Darl' und Buddy" sowie "No worries mate" und "Good as Gold"


3. Die eine odere andere schöne Landschaft


4. Meatpies, meine fette Alternative zu Sushi (gibts aber genauso wie Sushi auch hier in Neuseeland)


5. Dim Sims, gibts wohl nur in Melbourne und wahrscheinlich China (seltsames Gepäck mit undefinierbarer fleischhaltiger Füllung)


Aus is' Australien. Schön war's aber jetzt ist Kiwi-Zeit!!!!!

10 August 2007

Brisbane bis Surfer's Paradise

Von drakonischen Strafen, wie das Zigaretten-wegschmeissen, wurde ich Gottseidank verschont. Dagegen konnte ich nach einem ausgiebigen Gang durch die Stadt und den örtlichen botanischen Garten am Abend endlich Mal wieder eine Partie Schach spielen. Ein Kiwi, der sich zum ersten Mal ins Ausland gewagt hat und dabei auch zum ersten Mal die Lichter einer Großstadt erblickte, hatte ein kleines aber Feines Reiseschachbrett dabei. Und: ich habs nicht verlernt. Vielleicht lag es aber auch an der kleinen Kiste Goon (Backpacker's Liebling - Weinfeinschmecker's Albtraum) und der dem Kiwi noch ungewohnten Wirkung des Getränks. Danach ging es runter in die örtliche Backpackerbar, wo wirklich Mal gute Stimmung war, obwohl der angekündigte Wet-T-Shirt-Contest mangels williger Teilnehmerinnen nicht stattfand :-)




Am nächsten Morgen wollte ich mir nocheinmal die volle Ladung Kultur geben. Auf dem Balkon habe ich Dave einen Engländer getroffen, der sich mir gleich angeschlossen hat. Ab durch die verschiedenen Parks und dann in die Arts Gallery: würde sagen bisher das beste Museum hier. Wirklich schöne Bilder, Skulpturen etc...


Mit Dave in den Strassen von Brisbane

Zudem hat Brisbane eine faszinierende Tierwelt zu bieten. Kamele, die durch die Strasse ziehen und auch bei Rot an der Ampel Halt machen.


Ampel Rot - Kamele stoppen


Zudem gibt es den einen oder anderen Verwandten der Kreaturen aus Jurassic Park, wobei die sich besonders gerne, unbeeindruckt von Touristenströmen auf der Esplanade räkeln. Mit der Angst zu tun bekam es eine Echse erst als sich ihr ein Chinese näherte und sie versuchte am Schwanz zu ziehen. Nichts wie ab in den Busch - man weiß ja nie was im Reich der Mitte so in Wok kommt...

Echse mit Angst vor Chinesen


Da ich mich mit Dave gleich gut verstanden hab, wurde gleich der ursprüngliche Plan nach Byron Bay zu fahren ad acta gelegt und stattdessen den Bus nach Surfer's Paradise zu nehmen. Wie sich dort herausstellte war das die beste Entscheidung, weil genau an dem Wochenende in Byron ein Festival stattfand und alle Hostels ausgebucht gewesen wären.

Surfing Surfer's Paradise

Das Hostel war von der Marke klein aber fein. Etwas ausserhalb, aber mit Shuttlebus zum Strand und netten Mitbewohnern. Pokerabend und geselliges Beisammensein am ersten Abend, mit den zwei netten deutschen Mädels Karina und Annika, Dave und einem deutschen Vollspack aus Bremen am nächsten Tag an den Strand, trotz kaltem Wind ins Wasser gestürzt und natürlich die Sonne genossen.

Karina, der Bremer und Annika

Der Abend brachte einen Ausflug ins Irish Pub mit sich, der wirklich lustig war. Bin mittlerweile mit Irland und seinen Bewohnern wieder versöhnt. Sollte halt nur in Zukunft die nicht ganz so hellen Iren meiden...

Danach noch einmal den Strand genossen - war ja schließlich die letzte Gelegenheit in Australien, bevors nach Sydney und dann ins kühlere Neuseeland ging.

Was ich in Sydney so getrieben hab: mehr dazu morgen.
P.S.: das Photo-Update läuft. Werd jetzt Tag für Tag alle Blogs zurück bis Thailand aktualisieren. Die THC-Pics sind schon alle hochgeladen

07 August 2007

Die Ostkueste runter bis Brisbane

Warum wollten Karl und Laurie eigentlich nach Townsville? Die Antwort lautet Norwegen. Besser Norwegerinnen und ein Norweger. Die hatten die beiden in Thailand kennengelernt und deren Studienort ist Townsville. (Wobei mir da mal wieder auffaellt, dass es eigentlich ziemlich doof ist einen Ort DorfDorf zu nennen). Dementspechend mussten wir auch am Abend nochmal schoen feiern. Hat mich irgendwie an Regensburg erinnert, nur das da weniger Strand und im Winter nicht so warm war. Das Highlight des Abends: Daniel der Norweger ist stockschwul (was wir aber schon vorher wussten) und hat sich an Karl rangemacht, was ein Mordsspass war, da Karl ungefaehr 1,95 Meter gross ist und der Norweger 1,60 Meter. Sah irgendwie aus wie ein Kaengaruh mit Baby...

Karl, Laurie, Daniel und der Quoten-Ami Josh (v.l.n.r.)

Nach einem weiteren entspannen Tag ging es dann weiter nach Airlie Beach. Airlie Beach ist ein weiterer schoener Ort mit Küste und Strand vorne dran. Richtig geniessen konnte ich das leider aber nicht, weil mich das Fieber gepackt hat und ich schoenmal flach im Bett gelegen bin. Hier hiess es auch die erste Budget-Entscheidung treffen. Segeltrip mit Laurie und Karl zu den Whitsundays oder weiterreisen und dafuer Fraser-Island, die groesste Sandinsel der Welt anschauen. Wegen dem Fieber war mir Segeln zu unsicher. Also von Laurie und Karl verabschiedet, das Fieber auskuriert und dann am nächsten Tag wieder auf die Socken gemacht. Nächstes Ziel: Rainbow Beach. In Airlie hatte ich den Tipp von einem Iren bekommen, dass ich in das Hostel Frasers on Rainbow einchecken soll. Der Clou dabei: Jeden Tag gibts hier umsonst einen kleinen Bushwalk mit brilliantem Führer. Nach wieder Mal 13 Stunden Busfahrt war frueh am Morgen Rainbow erreicht. Ein wirklich kleines Nest, mit Riesenstrand und Frasers sozusagen gegenueber. Der Bushwalk am Nachmittag war wirklich brilliant.
Unser Bushwalk-Guide
Der Typ vom Hostel hatte Aboriginee-Blut in sich und hat ziemlich viel ueber die Entstehung einer riesigen Wanderdüne erzählt. Zuvor gab es erstmal ein feines Konzert: Er zusammen mit den Vögeln, wobei man nicht wirklich erhören konnte, wer wer ist. Auf dem Walk hab ich gleich mal ein französisches Pärchen kennengelernt, Sarah und Julien. Hab gleich mal einen netten Abend mit den beiden an der Bar verbracht.

Mein Schatten auf ner Riesen-Wanderdüne

Nach mal wieder einer kurzen Nacht ging es früh morgends mit dem Touri-Bus nach Fraser. Touri-Bus, weil mir neben dem schmalen Budget auch die Zeit ausgeht. Vorneweg: die Alternative, die Fraser mit einer Gruppe von 10 Leuten und Jeep selbst zu erkunden waere besser gewesen... Naja. Der Busfahrer und Guide war ziemlich schwach. Aber trotzdem hab ich dann doch noch einiges gesehen: einen wilden Dingo (wofür die Insel berühmt ist), einen Riesen-Süßwassersee, der aussah, als wär ich schon auf Fidj (wofür die Insel berühmt ist), einen toten Delphin am Strand (wofür die Insel wohl nicht berühmt ist).
Karibik? Südsee? Süßwassersee auf Fraser!
Die lahme Führung und das etwas alternde Publikum wurde von drei deutschen Mädels gerettet. Olivia, Michi und Alexa reisen hier ganz entspannt mit dem Auto rum. Weniger entspannt dabei: das Auto ist gleichzeitig Wohnzimmer, Schlafzimmer und Herberge.
Olivia, Michi und Alex auf Fraser

Am nächsten Tag ging es ganz frueh weiter nach Brisbane, die Hauptstadt von Queensland. Zurück in einer Millionen-Stadt, nur irgendwie entspannter, weil nur 1.300.000 da wohnen (in Melbourne über 3.000.000) mit vielen Parks und richtig entspannter Mentalität. Mit einer Ausnahme: Wer das Bedürfnis hat seine Zigarette auf der Strasse, anstatt im Mülleimer, zu entsorgen riskiert böse Blicke und wenn ein Polizist in der Nähe ist 150 Dollar Strafe.

Mehr gibts morgen: da ich mittlerweile in Neuseeland bin, gibts jetzt täglich ein weiteres Update über meine restliche Zeit in Australien. (Dank Natalies Laptop sogar mit ü's ö's ä's und sämtlichen weiteren Stolpersteinen der deutschen Rechtschreibung und Grammatik)

24 Juli 2007

Take Care Melbourne - G'day Australia

Meine Tage sind Melbourne sind vorbei. Nach ueber zwei Monaten bin ich wieder auf Achse um zum Schluss noch was vom restlichen Australien zu sehen. Bevor ich Melbourne den Ruecken zugekehrt habe, musste allerdings nochmal ein richtiger Ausflug her. Meine Partnerin fuer Sonntagsaktivitaeten war Ayaka, eine Japanerin, die ich so vor einem Monat kennengelernt hab. Nach dem Abklappern von fast allen Museen in der Stadt ging es dieses Mal Richtung richtiges Meer. Melbourne liegt in einer Riesenbucht, der Port Philip Bay, was gleichzeitig bedeutet, das mit Wellen da eher schlecht aussah. Also Sonntagsfrueh ab in den Vorstadtzug, und dann nochmal 2 Stunden mit einem oeffentlichen Bus zur Morrington Halbinsel. Das Wetter war uns hold und da war es: richtiges Meer, richtige Seeluft, richtig starker Wind und ein Fussmarsch von insgesamt 20 Kilometern. Traumhafter Tag, der 75 $ billiger war, als wenn ich eine gefuehrte Tour dahin gemacht haette.

Am 19. Juli bin ich deshalb nach Cairns raufgeflogen. Cairns liegt im Bundesstaat Queensland im Norden Australiens und ist ein richtiger Urlaubsort, ungefaehr vergleichbar mit Rimini - nur das es hier mehr zu tun gibt als nur am Strand zu liegen und Bierchen zu trinken. Das Zauberwort heisst hierbei: Great Barrier Reef. Bei der Ankunft mitten in der Nacht wollte mich erstmal ein Taxifahrer abziehen, aber im Hostel gabs dann gleich den ersten Plus-Punkt. In meinem Zimmer war gleichmal drei Deutsche und ein Englaender, was dazu gefuehrt hat, dass ich jetzt mit zwei Englaender unterwegs bin. Die Deutschen warn zwar nett, aber Karl lustiger. Nach einem Tag Eingewoehnung und der Ankunft von Laurie einem Kumpel von Karl sind wir gleichmal rausgefahren zum Reef. Traumhafter Tag, zwei Schnorchel Spots, Nemo G'day gesagt, nicht von Haien gebissen worden, und allerlei Fischgetier mit der Unterwasserkamera abgelichtet. Der weitere Tag in Cairns, war wohl der bloedste meiner Australienreise. Hab gleichmal glorreicher Weise meine Deutsche Bank Card, mit drei falsch eingegebenen Pins versaut. die Folge viele Anrufe nach Deutschland, die neue Karte krieg ich erst in Neuseeland und Aerger ohne Ende. Gottseidank war das Busticket nach Sydney schon gebucht.

Also am naechsten Tag mit Karl und Laurie weiter nach Townsville. Sechs Stunden Busfahrt und schon kam der richtig schoene weisse Strand auf uns zu. Nach einem Abend Eingewoehnung ging es heute auf das Wahrzeichen der Stadt, den Castle Hill, der lustigerweise allerdings kein Schloss, keine Burg oder sonstiges zu bieten hat. Der Ausblick war nach dem einstuendigen Aufstieg die Muehe allerdings wert. Danach ging es an den Strand. Sonne tanken. Das ist Australien wie ich es mir vorgestellt habe und auch wenn in Melbourne nicht alles perfekt war: Ich vermisse das Land jetzt schon - obwohl es noch zwei Wochen bis zum Weiterflug nach Neuseeland sind.

11 Juli 2007

Blood on the Dancefloor und andere Kurzgeschichten

Erstmal tief durchatmen: Heute gibts mal einen ganz speziellen Eintrag: kleine Anekdoten aus Melbourne, die ich bisher traurigerweise bzw. aus Schreibfaulheit noch nicht in den Blog gebracht hab.

Blood on the Dancefloor

In einer Bar zu arbeiten (oder besser: Glaeser, Flaschen etc. einzusammeln) ist recht kurzweilig. Einerseits ist man immer unterwegs, zweitens sieht man ne Menge Leute, die angeheitert sind und lustige Sachen machen. Man wird schonmal umarmt und es wird einem fuer die "gute Arbeit" gedankt, wobei darauf von der selben volltrunkenen Person der Ratschlag folgt: Man soll weiter Surfen und die Finger von Drogen lassen. Danke dafuer...

Manchmal fliesst aber auch Blut. Und das kam so: Kurz vor Schluss (also gegen 1h wegen laestiger Nachbarn und noch laestigeren Backpackern wie mich, die drueber wohnen) kommt mir ein Typ entgegen gewankt. Erster Gedanke: bei dem gehn gleich die Lichter aus, boeser Alkohol :( muss das gleich mal einem von den Tuerstehern stecken, dass Kundschaft auf den Rausschmiss wartet. Dazu kam es aber dann nicht. Als ich einen nahegelegen Stehtisch von Altglas befreien wollte, hat mir der Typ dabei gleich mal geholfen, indem er im Fallen den Tisch abgeraeumt hat. Mein erster Gedanke: Ganz toll, du Depp. Also erstmal alles aufgewischt, wobei ich dann am Boden auf Blut gestossen bin. Hat er sich also geschnitten. Noch toller, du Depp. Mit einem zweitem Blick wurde das Blut zu einer Blutspur, die direkt zur Tanzflaeche gefuehrt hat. Als auch diese beseitigt war kam Blick drei, diesmal auf die Tanzflaeche. Besser gesagt auf die Holzbohlen, die vor lauter Blut fast nicht mehr zu sehen waren. War wohl doch kein kleiner Schnitt...

Mobb geholt und versucht das Blut aufzuwischen was, zu einem halben Eimer voll rotem Wasser und frenetischen Anfeuerungsrufen von volltrunkenen Partygaesten, die das mit dem Blut nicht mehr ganz gerafft haben gefuehrt hat (Morgens beim Aufwachen, wird sich dann doch der ein oder andere gewundert haben, warum seine Schuhe so einen kleiner Spritzer roter "Farbe" haben)
Fuenf Minuten spaeter sind dann neue Gaeste angekommen, diesmal allerdings im blauen-weissen Party-Auto mit tollem Blaulicht obendrauf. Der zweite Wischversuch wurde dann auch mit dem Kommentar verhindert, ich solle keine Beweise verschwinden lassen. Um das zu verdeutlichen wurde dann auch gleich mal eine kleine Banderole um die Tanzflaeche gewickelt. Inschrift: das aus Ami-Filmen bekannte "Crime Scene - do not cross". Gerade als das Zuschauen besonders viel Spass gemacht hat, kam der Kommentar von einem der anderen Barmitarbeiter: jetzt fehlt eigentlich nur noch Columbo.

Keine Minute spaeter war aber auch dieses Schauspiel komplett. Herein kam ein etwas nach Nerd aussehender Kommisar mit, ja einem hellbraunen Trenchcoat an. Der hat dann so ein bisschen herumgesucht und Beweismittel konfisziert.
Was war eigentlich passiert? Der Typ hatte gar nicht zu viel ins Glas geschaut, naja in einem anderen Wortsinn schon, weil ihm irgendein Anderer einfach mal mit einem Glas ins Gesicht geschlagen hat, was zu einem hinterhaeltigen, tiefen Cut gefuehrt hat. Der Taeter wurde beim Versuch die The-Beach-Bar zu verlassen auch von den Tuerstehern aufgegriffen. Fall geloest, Columbo-Imitator gluecklich.

Adrian oder 7 Wochen Australien

Diese kleine Anekdote geht nur nebensaechlich ueber mich, das ist die Geschichte von Adrian. Also erstmal eine kleine Einstiegsfrage: Was wuerdet ihr so alles machen, wenn ihr sieben Wochen in Australien waert?

a) Reisen, Reisen, Reisen

b) Strand, Sonne und Meer

c) sieben Wochen im selben Hostel im herbstlichen Melbourne rumhocken, nichts ansehen (ausser die unglaublich unterschiedlichen Irish Pubs und miese Clubs), dann abreisen wegen Heimweh.

War jemand fuer c) ???? Adrian, ich wusste nicht das du Deutsch kannst (ehrlich gesagt, dass Du ueberhaupt lesen kannst ist schon ueberraschend), Respekt.

Adrian ist Ire (besser Nord-Ire) und ist so ungefaehr eine Woche vor mir in Melbourne angekommen. Seine Lieblingsbeschaeftigungen: Videos schauen (so bis 4-6 Uhr morgens), ausschlafen (so bis 16-18 Uhr), Bier kaufen, Chicken und Chips (Pommes) kaufen, wieder erste Lieblingsbeschaeftigung.
Dieser doch wirklich spannende und erfuellende Alltag wurde nach fuenf Wochen kurzfristig durch einen Job bei den Moebelpackern unterbrochen. Das hat Adrian aber so deprimiert (weniger Videos und ausschlafen war irgendwie auch nicht mehr), dass ihn das Heimweh gepackt hat. Eltern angerufen, Flug gebucht, Hasta la Vista, Baby.

Ich wein' ihm keine Traene nach, weil der so was von intolerant und einfach nur dumm war, das allein die Anwesenheit von fremder Kultur, also einem Deutschen, der seltsamerweise nicht Englisch als Muttersprache hat, in aus der Fassung gebracht hat. Die Moral von der Geschichte: Dumpfbacken bleibt besser gleich daheim, da kann man sich auch alle Videos selber aussuchen.

Die Hostel-Besatzung in der Einzelkritik

Die Stammbesatzung

Gerry, Ire, Ende 20, leitet das Hostel, geht meistens ins Bett, wenn ich aufstehe (also so gegen 7h) hat immer ein Laecheln auf dem Gesicht und nuschelt im Vorbeigehen wahlweise: What's the craic, what's the story oder how's it goin'. Passenster Kommentar zu ihm: Gerry loves his dope (und natuerlich auch sein Bier).

Shay: Englaenderin, Anfang 30, macht Spa's and Bar's, also arbeitet als Masseuse und in Bars und hat zwischendurch auch das Hostel geleitet, oefters nicht ganz nuechtern und hat oft die selbe Liebe wie Gerry.

Berry, Ire, 21, Zimmergenosse, Arbeitskollege, seit Adrian endlich weg ist wieder normal, hat manchmal Probleme mit dem morgens aufstehen.

Matt, Ire, Ende 20, Arbeitskollege, war immer ganz normal und steht auch immer morgens auf. (was vielleicht daran liegt, dass Matt im Gegensatz zu allen anderen Ire im Hostel nicht auf dem besten Wege zum Alkoholiker ist)

Mark, Ire, Ende 20, Ingenieur, doch noch ein Ire der kein Alkoholiker ist, ansonsten freundlich,Tottenham Hotspurs und Borussia Dortmund-Fan.

Gonzalo, Chilene, Ende 20, wohl schwul (was er heftig bestreitet) und echt nett. Hat fuer den Cirque de Soleil als Popcorn-Verkauefer gearbeitet und ist deshalb weiter nach Adelaide. Fuer lange, lange Zeit der einzige nicht Native-Speaker ausser mir.

Antoin, Ire, Ende 20, Kumpel von Matt und Mark mittlerweile weg (aller Nicht-Alkoholiker sind dann wohl doch Drei).

Ich, 24, Deutscher, den Rest wisst ihr ja eh.

Dominik, 24, Deutscher, Arbeitskollege, mittlerweile in nem Hostel in der Stadt, Jogging- und Kochfan und aus Rheinland-Pfalz. Spricht halt Deutsch, was manchmal nicht schlecht ist und sich auch in seinem English-Akzent wiederspiegelt.

John-Joe, Ire, 19, Irre. Kumpel von Berry. Verkauft Telefonvertraege von Tuer zu Tuer. Dabei so erfolgreich, das er einen neuen Australienweiten Rekord aufgestellt hat. Investiert das ganze Geld in Parties und Drogen. War letzte Woche verschollen und tauchte total zugedroehnt nach 10 Tagen wieder auf um seine Klamotten abzuholen. Hat dabei wohl nur beilauefig mitbekommen, das wir das Zimmer gewechselt hatten.

Kurzauftritte

Die Horde Englaender aus London, still, eine Woche da, dann wieder weg.

Gerry's Freunde Paul, Paul, Karen und sowie seine Schwester Suzie, endlich wieder Stimmung im Hostel sowie die Auslastung der Kuehlschraenke, was einen Argentinier zum Kommentar verleitet hat, dass im Gemeinschaftsraum mehr Bier als im Bottle-Shop um die Ecke waere. Diesen Vergleich, koentte man am naechsten Morgen abaendern in: hier sind mehr leere Flaschen als im Flaschencontainer (wenn die Australier recyceln wuerden).

Kaska, Mitte 20, Polin, Kurzaufritt, wie gesagt

Argentinier, Name Vergessen, Mitte 20, hat im Club unter uns am Samstag eine Blondine aufgerissen.

Zwei Niederlaenderinnen, so Mitte 30, war'n gleich zweimal da, das war's dann aber auch schon mit Auffaelligkeit.

Simon, 39, Australier, Arbeitskollege, Totalversager, Zimmergenosse. Ein Freund des Alkohols, was zu a) Geldmangel, b) Problemen mit dem Aufstehen, c) groesserem Geldmangel fuehrt. Erzaehlt viel. Inhalt? Schalt auf einer Toilette den Handtrockner an. Hat sichs gestern uebel mit Berry vertan, weil er ihn des morgens beschuldigt hat, sein Handy geklaut zu haben. Ich war schon in der Arbeit, aber der Tonfall war wohl eher aggressiv. Schau mer mal.

Alter Australier, Alkoholiker mit leichtem Problem den Wein auch bei sich zu behalten, danach kam der Rausschmiss.

Derron, Junger Australier, Spinner mit leichter Inkontinenz, hat kein Geld, geht uns allen auf die Nerven, verbreitet variable Geschichten, dass er a) gerade aus China zurueckgekommen ist und dort als Lehrer gearbeitet hat, dass er b) gerade aus Thailand zurueckgekommen ist, wo er zwei Monate war und jetzt durch Australien reist. Zudem sind seine Traveller-Schecks a) gestohlen worden oder b) am Flughafen in der Quarantaene (sehr plausibel). Fliegt wohl bald aus dem Hostel, weil er zudem auch noch Essenszeug aus der Kueche klaut und nicht damit gerechnet hat, dass sich hier jeder kennt.

Horde Teenager-Kanadier. Vollidioten. Nur drei Tage da, dabei ihr Zimmer verwuestet. Dann wieder weg. Gottseidank

Noch einige andere deren Kurzauftritte nicht von meinem Kurz- in mein Langzeitgedaechtnis gewechselt haben.

Schlussfolgerungen: Aussies im Hostel haben immer ein Rad ab, Iren sind Freunde des Bieres.


Dies und Das

Wetter und Geschehnisse
- Hier ist ernsthaft Winter, morgens so um die 5 Grad, Tageshoechsttemperaturen um die 12 Grad.
- Hier darf man seit 1.7. nicht mehr in Bars und Clubs rauchen, was ich erstaunlicherweise gar nicht so schlecht finde.
- Semesterferien sind doof: weil da gibts weniger Stunden zu arbeiten bei den Moebelpackern.

So gehts weiter
Ich bleib jetzt noch eine Woche in Melbourne und flieg dann weiter hoch in den Norden nach Cairns (wo's warm ist). Dort habe ich dann noch drei Wochen um nach Sydney zu kommen, von wo dann am 8. August mein Flug nach Auckland, Neuseeland geht. Dort seh ich dann endlich die Natalie wieder, was bestimmt lustig wird. So lange lass ich euch aber nicht auf was Neues warten. Versprochen.













20 Juni 2007

Zurueck zur Uni - aber anders

Sodala: Nach einer kleinen "schoepferischen" Pause gibts heute mal wieder einen taufrischen Blogeintrag.

Ich bin immer noch in Melbourne, immer noch am Leben, immer noch nicht Pleite, hab fast noch alle meine Sachen (ausser dem schicken, kurz vorm Kollaps stehenden LMU-Rucksack, der mir freundlicherweise von irgendeinem Vollidioten in einer Disko geklaut wurde: viel Spass damit) und ich geh wieder zur Uni genauer zum Royal Technological Institute of Melbourne.

Was? Zur Uni? Naja irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht. Wer mal die Uni-Mensen naeher betrachtet wird da so seltsame Leute mit blauen Overalls bemerkt haben (Nein, nicht die Punks). Die sind da naemlich nicht zum studieren (die Punks wohl schon) , sondern um zu arbeiten. Und genau das mach ich jetzt. Nur ohne Blaumann, weil technisch versiert war ich ja noch nie^^

Gottseidank gibt es Landsmaenner. Weil: den Job hab ich ueber Flo aus Nuernberg (Der mittlerweile in Cairns in der Sonne weilt). Folgende Aufgaben sind zu bewaeltigen: Examenstische und -stuehle auf und abbauen, die Uni mit saemtlichen Printerzeugnissen aus der Druckerei zu versorgen, Schreibtische in der Verwaltung abbauen, der Verwaltung bei erstaunlich hauefigen Umzuegen helfen (weiss ja nicht ob die hier verbeamtet sind, aber da wohl bald Semesterferien sind muss halt irgendwas gemacht werden. also: ziehn wir halt mal in ein anderes Gebaeude.) Mit dabei sind eine Menge interessante Leute:

- Tim, der offizielle Boss laeuft auch schonmal im Anzug rum, kann aber trotzdem noch zupacken

- Rod, der inoffizelle Boss. Gibt uns die Auftrage immer flankiert mit seiner Standard-Floskel "No Worries". Raucht so geschaetzte 60 Kippen am Tag und trinkt dabei 1-20 Biere. Wenn er nicht uns durch die Gegend schickt, zockt er Ego-Shooter oder spielt Solitaire am PC.

- Adrian, Ire, wohnt bei mir im Hostel, wohnt bei mir im Zimmer, hat den Job ueber mich und ist ein absoluter Vollidiot.

- Barry, Ire, wohnt bei mir im Hostel, wohnt bei mir im Zimmer, hat den Job ueber mich und ist leider mit Adrian befreundet, ansonsten ganz nett.

- Flo, Deutscher, gerade auf Urlaub in Cairns, hab den Job ueber ihn. Spitzname German Soldier (Koennte dementsprechend von der Figur her Aki Konkurrenz machen.

- Simon, Australier, wuerde mal sagen: Totalversager und geschaetzte Mitte 30 ohne wirklich festen Wohnsitz.

- Matt, Ire, wohnt bei mir im Hostel, hat den Job ueber mich und ist leider mit Adrian befreundet, mittlerweile mein Lieblingsire. Einziger Negativ-Punkt: hat hin und wieder (naja eigentlich immer) Probleme mit der Verdauung. Vielleicht liegts an den Baked Beans, vielleicht auch nicht.

- Per, Schwede, studiert nebenbei an der RMIT ist einer der Fahrer und echt nett.

- Frederik, Schwede, so wie man sich eine Schwedin vorstellt. Blond, gross, Pferdeschwanz. Dumm nur das er maennlich ist. Ziemlich still, aber sympathisch.

- Bob, Neuseelaender, arbeitet wohl mit am laengsten bei den Allied Pickfords (so heisst die Firma) nett mit Humor.

- Taffy, Australier, die Grande Dame der Firma, geschaetzte 50+, versucht Autoritaet durch Fleiss zu vermitteln. Scheitert deshalb.

- Naveen, Inder und Ex-Student RMIT. Eher schwaechlich, eher ungeschickt, eher nicht ganz so schnell von Begriff.

- Liam, Australier. Nebenbei Saenger, der sich mit dem Moebelpackerjob ueber Wasser haelt. Hat wohl bald ein Angebot sich nur mit Singen zu verdingen.

Dutchy, Hollaender. Eigentlich Matthijs, aber da das eh niemand aussprechen kann wird er halt nach seiner Sprache (Dutch) benannt. Hat meinen Humor und begruesst mich schonmal morgens auf Freundlichste mit dem Hitlergruss.


Neben diesen Charakteren gibt es auch noch ein paar ungeschriebene Regeln:

Erstens: keine Hast, weil 14 $ die Stunde sind nicht die Welt. Passend dazu unser Motto: If you pay peanuts, you get monkeys.

Zweitens: Spaetestens alle 2 Stunden ist erstmal Smoker. Was nichts anderes als eine kurze Pause (so 5-15 Minuten) bedeutet.

Drittens: Die Arbeitsmoral steigt Samstags sprunghaft an, weil da gibts 20$

Viertens: Freitags wird gepokert, was Rod dazu verleitet das Trinkgeld (vielleicht auch Schwarzgeld) fuer uns gewinnbringend in Bier zu investieren.



Soviel zur Arbeit, aber in den drei Wochen gabs dann doch noch einiges mehr, was ich erlebt habe.

Frankie goes Footy


Hab ich noch im letzten Beitrag ueber Footy den Nationalsport der Aussies (zumindest in Victoria) gelaestert, so muss ich meine Meinung revidieren. Das Spiel ist eine Mischung aus Fussball, Rugby und Volleyball. Wahnsinning spektakulaer mit vielen Toren und netten kleinen Raufereien zwischendurch.
Da von 16 Teams in der AFL so um die 9 aus Melbourne kommen, sind jedes Wochenende mindestens drei Partien zu bewundern, weil alle Teams in nur zwei verschiedenen Stadien spielen. Da soll nochmal ein Loewen-Fan rumheulen, dass er das Stadion mit Bayern teilen muss. Hier wuerden auch noch Unterhaching, Nuernberg, Schalke und Dortmund dazu kommen.
Wegen dem Ueberangebot an Spielen hab ich die erste Chance ergriffen und bin mit Johnny einem Australier aus der Bar unter dem Hostel (wo ich immer noch Samstags arbeite) zu einem Spiel seiner (und wohl auch jetzt meiner) Western Bulldogs gegangen. Footy hat zudem noch einen weiteren Vorteil. Gespielt wird in Vierteln, was bedeutet, das man zwischendurch bequem Bier holen kann. Gegner war Carlton und es war ein Auswaertsspiel, weil Carlton seltsamer und auch recht ueberraschender Weise auch aus Melbourne kommt. Riesenspiel, viele Tore, eine Niederlage fuer die Bullies... Trotzdem toller Nachmittag.
Danach hat mich Johnny (mitte 30, spricht etwas Deutsch, weil er in die 90ern beim Aufbau Ost mit geholfen hat) zu Freunden von ihm mitgenommen.
Der Gastgeber Billy ist gebuertiger Pakistani, gelernter Koch (was sich in einem unglaublichen Essen wiedergespiegelt hat) und selbstgemachter Multi-Millionaer. War das Fotty-Game schon gut, so war der Abend einfach nur ueberragend. Wahnsinning interessante Leute (vor allem der Gastgeber) gute Konversationen, guter Wein, Hammer-Essen. Rundrum perfekt.

Hab grad auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass ich schon ueber ne Stunde schreib und langsam besser mal Schluss mache. Kamera hab ich nicht dabei, weil das eher spontan war. Wird nachgereicht, aber ich mach zur Zeit eh nicht so viele Bilder. Alltag halt^^







27 Mai 2007

Einleben und Ausleben

Lang, lang ist's her, aber jetzt wird es wirklich mal wieder Zeit fuer einen neuen Eintrag. Wuerde sagen, dass ich mich mittlerweile in Melbourne eingelebt habe. Es herbstelt sehr, das heisst, das meine T-Shirts meistens unter Pullovern versteckt bleiben.

Die Stadt gefaellt mir immer noch, aber Schattenseiten gibt es dann doch. Die sind vor allem nervend, weil es nicht wirklich einfach ist hier einen Job zu finden. Das einzige was ich bisher gemacht hab ist am Samstag im Barclub unter dem Hostel Glaeser einzusammeln. Gibt zwar Kohle und macht auch Spass, aber erfuellend ist das nicht gerade. Geldtechnisch gibts zwar noch keine Probleme, aber ich hab auch nicht wirklich Lust mich in Neuseeland etc. als Bettler zu verdingen.

Die Bar gehoert uebrigends genau wie das Hostel einem oertlichen Football-Klub, also einem Verein, der diesen komischen Sport namens Australian Rules Football kurz Footie spielt. Die Folge daraus, das Publikum am Samstag koennte auch im P1 rumlaufen und so manches Maedel ist wohl eine Art Verena, die sich ihren Oliver Kahn sucht... Da ich eh keinen Footie-Spieler kenne, koennte ich aber nicht sagen, wer jetzt prominent ist. Kennt man keinen sind eh alle gleich^^

Die zwei Wochen, die ich jetzt hier bin, hab ich ungefaehr so verbracht:
1. Billige Einkaufsmoeglichkeiten finden. Globalisation sei Dank bin ich hierbei auch fuendig geworden. Der naechste Aldi ist mit der Tram leicht zu erreichen und mein Geldbeutel dankt es den findigen Bruedern aus Muelheim ebenfalls, dass sie expandieren.

2. Versuchen die Akzente der Iren zu verstehen. Jeder Ort in Irland scheint (das sagen zumindest die Iren) seinen eigenen Dialekt zu haben, was dazu fuehrt, dass die sieben Iren, die hier wohnen fuenf verschiedene Dialekte haben, die sich in fast gar nichts gleichen.

3. Versuchen die Akzente der Englaender zu verstehen.Nicht ganz so schlimm, wie die Iren, aber trotzdem manchmal frustierend, vor allem weil man ja so Allerweltsausdruecke nicht wirklich lernt. Diskussionen ueber Shakespeares Werke waeren dementsprechend einfacher, aber sind dann doch nicht ganz an der Tagesordnung.

4. Versuchen die Australier zu verstehen. Das ist lustigerweise das einfachste und haut langsam gut hin. Bald sitzen auch die ganzen Floskeln^^

5. Weggehen, vorzugsweise mit den Iren

6. DVDs schauen (dankbar sein, wenns ein Ami-Film ist, weil ich da definitiv alles verstehe)

7. Die Laeden abklappern und nach einem Job suchen

8. Die Stadt unsicher machen (Museen, Sehenswuerdigkeiten, Kinos, etc.)

9. Die verschiedenen einheimischen Biersorten probieren: mein Favorit Boags Premium

10. Mir Gedanken machen, wie lange ich hier noch bleibe, wenn ich keinen Job finde.

Einige Sachen haben sich dann doch schon geaendert bei mir: zum Einen die Essgewohnheiten. Baked Beans sind besser als allgemein behauptet, aber mein australischer Favorit sind die MeatPies. Das sind so ne Art Blaetterteigtaschen gefuellt mit Fleisch. Undefinierbarem Fleisch. Schmeckt aber nicht so schlecht wie es sich anhoert und wie es aussieht...

Zum anderen, fang ich an auf Englisch zu denken. Also mir so meine Gedanken zu machen, wie die Sachen so laufen und wie ich mich mit den anderen am besten mitteilen kann....
Mal sehen wie das so weitergeht.
Bis dann

14 Mai 2007

Down Under wie auf der Gruenen Insel

Glaubt ihr an Liebe auf den ersten Blick? Vielleicht gibt es sowas wirklich, wahrscheinlich auch nicht, aber Melbourne ist eine Stadt in die man sich sofort verliebt. Warum weiss ich noch nicht genau, aber ich fuehl mich einfach wahnsinnig wohl hier.

Daniel, der Australier, den ich waehrend der WM kennengelernt hab, hat mir ein Hostel
empfohlen, das The Beach. Nomen est Omen und es liegt direkt am Sued-Strand von Melbourne im Stadtteil Albert Park. Jeden Morgen, eigentlich immer Blick aufs Meer.
Einige von euch haben mir ja schon prophezeit, dass ich mit einem ueblen australischen Akzent zurueck nach Hause kommen, aber im Moment sieht es nicht danach aus. Es koennte stattdessen richtig schlimm werden. Im Hostel bin ich weit und breit der einzige Deutsche. Alle anderen kommen aus Irland, Schottland oder England, wobei in meinem Zimmer ausser mir nur noch Iren sind. Vergesst also Probleme mit dem th, einfach t sagen und alles ist ok ;-)

Ans auf der linken Seite Fahren hab ich mich ja schon in Thailand gewoehnt und langsam aber sicher werde ich auch nicht mehr fast ueberfahren wenn ich die Strassenseite wechseln will.
Was ich bisher so gemacht hab Down Under?
Am Freitag bin ich so 12h im Hostel angekommen (Zeitverschiebung sind 8 Stunden). Erstmal eingecheckt und dann ab in die Stadt. Ich hab mich einfach treiben lassen und nach einem neuen Handy plus Sim-Karte gesucht, was nach einigen Schwierigkeiten auch recht erfolgreich war (wer mir mal ne sms schicken will oder so: die Nummer ist 0438549814, die Vorwahl von Australien gilt es selber herauszufinden:-).

Die Tram in die Stadt haelt direkt vor dem Hostel. Da es gleichzeitig die Endstation ist, brauch ich mir auch keine Sorgen machen beim zurueckfahren zu weit zu fahren.
Am Abend hat ein Schotte dann eine neue Lebensregel fuer sich aufgestellt. Nie wieder mit Deutschen Pokern. Eine Woche bevor ich hier angekommen bin, hat ein anderer Deutscher aus dem Hostel ausgecheckt. Der muss recht gut im Pokern gewesen sein und alle Turniere, die sie hier spielen gewonnen haben. Naja, am Poker-Abend hab ich der Reihe nach alle anderen Spieler vom Tisch genommen und dann am Schluss die 20 Dollar Siegespraemie (5 Dollar Einsatz) eingesackt. Der Schotte ist uebrigends am naechsten Tag weiter nach Cairns - lag aber angeblich nicht an meinen Pokerkuensten.

Am Samstag bin ich nach einem neuen Trip in die Stadt abends mit den drei Iren JonJon, Barry und Adrian in eine Mischung aus Club und Pub mit Live-Band, war echt lustig, aber die Preise sind leider nicht zum Lachen in Australien. Ein Pint Bier kostet 4,50 Euro und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange....

Am Sonntag hab ich dann mit Daniel getroffen. Also ab mit dem Zug nach Heidelberg und rein in sein italienisches Restaurant. Wirklich leckere Gnocchi und es war echt klasse ihn wiederzusehen. Wir werden naechste Woche wohl mal was abends zusammen machen.

Heute war Behoerdentag. Mein Pass brauchte noch einen Eintrag fuer mein Work and Holiday Visa zudem schadet es nicht sich einen Steuernummer zu holen, weil man sonst 40% Steuern zahlt, was im Vergleich zu den ansonsten zu erwartenden 0% dann doch etwas hochgegriffen ist...
Danach hat mir Hailey, eine Englaenderin, geholfen meinen Lebenslauf zu schreiben, denn morgen gehts auf Jobsuche. Hab heute schon probeweise in ein paar Laeden nachgefragt und ein Laden haette mich auch eingestellt. Duerfte also kein Problem geben.
Nach dem Lebenslauf sind wir zu dritt mit einer anderen Englaenderin Shay runter an den Strand. Das Wasser hat ca. 18 Grad. Shay und ich sind trotzdem in voller Montur einfach reingesprungen;-)

Abgeduscht und abgetrocknet sitz ich jetzt im Hostel und schau mir den Sonnenuntergang an. Traumhaft und bis bald!

09 Mai 2007

Thailand und wie es war

Inselleben hat verschiedene Seiten. Oft stellt man sich darunter einfach nur einen Strand, eventuell noch einen Schirm und eine Liege vor. Mit dabei: Viel Sonne, die Extraportion Meer und am Schluss ergibt das dann die totale Braeune. Leider kann es dabei einen Gegner geben, und der heisst Wetter. Die Folge: Die totale Braeune reicht bei mir genau bis zur Grenze von meiner Hose und meinem T-Shirt. Darunter wirds kasig, bzw. etwas braun. Und das kam so:

Ko Tao im Blick, den THC im Herzen


Nach Samui sind wir mit der Faehre weiter nach Ko Tao. Tao (Ko heisst nur Insel) ist wohl das Tauchparadies in Thailand. Puenktlich mit den Abschied von Samui verabschiedete sich auch die durchgehende Wolkendecke. Die Hostelsuche war etwas schwieriger, weil wir mittlerweile sechs Personen sind. Andy und Martin aus Koeln, Lene aus Hamburg, Diego der Chilene aus Goeteborg und natuerlich der Flo und ich. Nach erfolgloser Suche am beliebtesten Strand folgten wir dem Geheimtipp einer Franzoesin, die auf Samui den Bungalow neben uns hatte. Dieser Geheimtipp war so geheim, das man um in das Diving Resort zu kommen auf die andere Seite der Insel muss. Die Strasse dahin war, vorsichtig gesagt, nicht wirklich ausgebaut. Heftige Steigungen, zwischendurch mal ein Flussbett und einige Stellen wo besser kein anderes Auto entgegenkommt. Das Resort selbst: Mitten im Dschungel und direkt an der Kueste. Mir war da ehrlich gesagt zu wenig los und tauchen ging wegen einer leichten Mandelentzuendung und dem dazugehoerigen Problem mit dem Druckausgleich bei mir eh nicht. Alles in allem ganz nett, aber auch ziemlich oede. Fuer den letzten Tag sind wir dann nochmal an den ersten Strand zurueck. Diego musste zurueck nach Schweden und wir haben zu fuenft eine Unterkunft gesucht. Hat auch geklappt und so verbrachten wir den letzten gemeinsamen Abend in einer Australian Bar und danach auf einer House-Party.
Sonnenuntergang auf Ko Tao

Am naechsten Morgen ging es trotz diverser widriger Umstaende schon um 9h morgens an den Strand. Endlich weiss ich, wie ich den Flo morgens wach krieg. Das Versprechen, die gesamte Zeche vom letzten Abend zu uebernehmen verleiht eben manchmal Fluegel, koennte auf Dauer gesehen zu finanziellen Engpaessen fuehren....

Gegen mittags war grosses Verabschieden angesagt und der Flo und ich sind mit Faehre und Bus ab zurueck nach Bangkok. Im Bus hab ich mich wohl so vier Stunden mit dem Schweden Jon unterhalten, was dazu gefuehrt, dass ich meine Basiskenntnisse von schwedischer Indie-Musik auf ein ertraegliches Mass erweitert habe.

Heute hiess es mal hemmungslos T-Shirts shoppen und noch etwas bummeln, bevor wir heute Abend den Thailand-Aufenthalt in einer Bar ausklingen lassen.

Thailand ist also bald Geschichte auf meiner Reise, aber was macht Thailand eigentlich aus?

- Viele freundliche Menschen (die einen aber auch manchmal ganz gerne mit einem Laecheln auf dem Gesicht abzocken wollen)
- Hitze
- Ein wirklich schoenes Land (schnell hinfahren, solange drei Wochen Thailand inclusive Flug noch soviel kosten wie zehn Tage all inclusive in der Tuerkei)
- Das Essen (ist hervorragend, wird auf Dauer zwar einseitig, aber selbst da ist Abwechslung Dank vielen Indern und westlicher Kueche geboten)
Bangkok verabschiedet sich mit Regen

Und nun noch ein kleiner Abstecher in die Sektion Kukturschock:

Erster Vertreter: Die Arschbrause
Die Arschbrause ist in Thailand der gaengige Ersatz fuer Klopapier. Muss ganz ehrlich sagen, dass ich letzteres weiterhin bevorzuge, aber die Thais und wohl auch einige Touris schwoeren darauf.

Numero due: Insekten auf dem Grill
Nicht ganz so weit verbreitet aber immerhin noch ein Gaumenschmaus der anderen Art. Einfluesse die zur Verwendung des ersten Vertreters fuehren sind nicht genauer erforscht.

Nummer drei: Fast nirgends liegt Muell, aber wo zur Hoelle sind die Muelleimer.
Ein besonders in Bangkok verbreitetes Phaenomen, das sich in der Provinz in weit verbreitete und ueberall zur Verfuegung stehende Plasticksaecke aufloest.

Der vierte im Bunde: Zeit und Kilometerangaben
Sind ungefaehr so zutreffend, wie der angebliche Untergang der Zivilisation zum Jahrtausendwechsel. Lustig wirds besonders, wenn man nach fuenf Minuten bereits am dritten Schild vorbeifaehrt, dass das Ziel in 5 Kilometer Entfernung anzeigt.

Alles in allem, haette ich mir aber die Unterschiede groesser vorgestellt, Thailand ist doch sehr westlich und westliche Standards nicht so weit weg. Ein tolles Land, des grosse Unterschiede zwischen Arm und Reich hat und seinen ganz eigenen Charme hat. Es ist also ums Auf Thai-English zu sagen: Same, Same, but different ;-)

Zum Abschluss werde ich mir jetzt meine zweite Thai-Massage koennen (nein, Waldi ohne "Happy End") und nochmal einmal alles auf mich wirken lassen. Ich meld mich wieder aus Melbourne mit dabei ein Photo-Update von allen Blogeintraegen und ganz sicher neue Eindruecke aus Down Under.

02 Mai 2007

Mit den Affen klettern bis wie die Affen tanzen

Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Nach unseren Abenteuern in Kanchanburi ging es erstmal mit dem Tuckelzug weiter nach Prachuap Khiri Khan. Das ist eine kleine Stadt am schmalsten Punkt Thailands. Eine sehr ruhige Stadt in der Andy und Martin letztes Jahr schonmal einen Zwischenstopp gemacht haben. Das besondere: Ein Berg, der unmittelbar an der Kueste ist, ein Tempel oben dran und drumherum Affen. Viele Affen. Ich hab mitgeklickt und bei 180 hab ich aufgehoert zu zaehlen. Wir also in der bruetenden Hitze auf den Berg und haben dort erstmal ganz entspannt fuer zwei Stunden den Blick auf die Bucht genossen. Traumhaft!!!

Die Bucht von Prachuap


Nochmal zurueck zu der ruhigen Stadt Das hat dann doch nicht wirklich gestimmt, weil genau an dem Tag die eintaegige Prachuap Biker Week war. Lauter Thais mit ihren dicken Motorradern die sich am Abend an der Promenade eine Rockcoverband angehoert haben. Die Band spielte dann so harte Rockmusik, wie Its my life von Bon Jovi ;-)
Da irgendwie keine Stimmung vor der Buehne aufkam, hat der Flo irgendwann beschlossen einfach mal als einziger zu tanzen, ich und die anderen kamen auch langsam nach und ab gings. Als die Band dann Smells like Teen Spirit anstimmte war auch unter den Thais kein halten mehr und wir haben mit 50-60 Leuten vor der Buehne rumgepogt. Wirklich lustig. Der Leadsaenger, der aussah wie eine Mischung von dem Saenger von The Darkness und Dschingis Khan ist dann nach der Show zu uns gekommen und wollte allen mal die Hand schuetteln.


Biker Week in Prachuap


Da in Thailand um 1h Sperrstunde ist (wenn man die Polizei nicht besticht) war das Fest recht schnell vorbei und wir wollten eh am naechsten Tag weiter um endlich Inselluft zu schnuppern.
Also ab in den Zug diesmal die Luxusvariante, vier Stunden fahrt, Transfer zuf Faehre und ab nach Ko Samui, eigentlich wollten wir von dort sofort weiter nach Ko Phangan, aber da es mittlerweile mitten in der Nacht war, haben wir uns einen Bungalow auf Samui gemietet.
Unsere Gruppe wird langsam aber sicher richtig gross. In Prachuap haben wir einen Chilenen aus Schweden kennengelernt - Diego. Der ist in Thailand um seine Thaibox-Kuenste zu verfeinern. Und im Hotel haben wir ein deutsches Paerchen kennengelernt - Manu und Werner.
Andy und Martin wollten am naechsten Tag gar nichts machen. Kein Problem mit Manu und Werner einen Jeep gemietet und ab ueber die Insel. Rechts tauchte ein Schild auf - Viewpoint Hangover Stone. Dort hin zu fahren war eine gute Entscheidung die Aussicht war Wahnsinn, aber noch besser war die Fahrt an sich. Ueber Stock und Stein auf Holperpisten mit richtig heftiger Steigung. Mit der Daemmerung waren wir noch an einem Wasserfall. Etwas abkuehlen - genau perfekt.


Safari auf Ko Samui

Nach einem Sightseeing bzw. Tempel-Tour ist Diego nachgekommen, genau rechtzeitig zur Full Moon Party. Die Ueberfahrt nach Ko Phangang war abenteuerlich. Ein Boot voll mit schon angetrunkenen Touris. Darunter ein paar Amis, die wohl von der Party selbst nicht mehr viel mitbekommen haben. Die Feier selbst: Ein Strand, tausende Leute, viel Alkohol (keine Sorge Mama, ich kann mich noch an alles erinnern), viel Musik, und zumindest die ersten zwei Stunden Dauerregen.
Auf der Rueckfahrt um halb6 waren dann nur noch die Englaender und ich fit, waehrend der Rest mit den Koepfen auf den Tischen eingepennt ist.
Ko Samui ist wirklich schoen, allerdings laesst das Wetter zu Wuenschen uebrig. Immer bewoelk, oft Regen. Egal, das Meer hat 28 Grad.
Zum Abschluss gibts noch eine kleine Aufstellung ueber die Tierwelt in Thailand und ihre Einfluesse.
Ameisen: moegen Flo nicht und beissen ihn deswegen schonmal
Bienen: gibt es nicht mehr in Thailand
Geckos: sind die besten Tiere, weil sie Moskitos ohne Ende vertilgen
Moskitos: Moegen mich besonders gern
Spinnen: verstecken sich vor uns bisher noch, zumindest die dicken Brummer
Maden: Schmecken mehlig
Heuschrecken: Schmecken frittiert sehr knusprig




25 April 2007

Alte Stadt, alte Bruecke und der Tiger

Bevor jemand denkt, dass mir etwas passiert ist (gell, Mama) halt ich euch mal wieder auf dem Laufenden. Mittlerweile haben wir Bangkok hinter uns gelassen und sind am River Kwai in Kanchanaburi. Doch der Reihe nach: Bangkok ist fuer mich immer noch die erstaunlichste Stadt, in der ich jemals war. Dazu kommt auch noch das MBK, das erstaunlichste Kaufhaus in dem ich jemals war. Bin ja mal gespannt, wie das im Ami-Land wird. Das lustigste an dem Kaufhaus: 7 Stockwerke, aufgeteilt wie ein Basar, wo der echte IPod schonmal neben einem gefaelschten gehandelt wird und dazu Menschenmassen, Restaurants, Spielhallen, etc. ohne Ende.

Nach dem gemuetlichen Shopping-Sonntag ging es dann am Montag zeitig los Richtung Kultur. Kultur heisst in diesem Fall Ayutuya, die alte Haupstadt Siams. Um 9h frueh sind wir mit dem Tuckelzug losgefahren. Ein Erlebnis, das von der Hitze mit einer Sauna und von den Mitreisenden mit einem Bazar zu vergleichen ist. Ach ja: und vom Preis mit einer Brezn. Angekommen ging es erstmal auf Fahrersuche. Wer bringt uns wie guenstig wo ueberall hin. Nachdem das geklaert war, gab es Tempel, Tuerme, Ruinen und Schweissverlust im Gegenwert von 4 Liter Wasser satt. Zudem habe ich festgestellt, dass die Bienen wirklich am Aussterben sind. Ich hab hier bisher genau eine Biene gesehen. Und die war tot. Dumm nur, dass ihre letzte Aktion war jemanden zu stechen. Noch duemmer, dass ich diese Person war und sie mir ihren Stachel in den Grossen Zeh gerammt hat. Die Folge: Ein tauber Zeh fuer den restlichen Tag.

Die Ruinen von Ayutaya

Mit Sonnenuntergang waren wir dann wieder in Bangkok, ein ruhiger Abend folgte, weil wir uns am naechsten tag endlich vom Smog befreien und Bangkok den Ruecken kehren wollten. Auf gings nach Kanchanaburi an den River Kwai. Duerfte jeder kennen, der den alten Ami-Kriegsfilm mit der Bruecke am River Kwai gesehen hat. Wir werden jetzt wohl die naechsten Wochen mit den Deutschen Andy und Martin verbringen. Die Anfahrt war ueberteuert, aber einmal laesst sich jeder Mal richtig uebers Ohr hauen.


Entschaedigung gabs gleich als wir unser Hostel gesehen haben. Waehrend wir in Bangkok in einem billigen Kabuff waren, haben wir uns hier eine Bambushuette auf Stelzen und allem Komfort direkt am Fluss gegoennt. Einfach traumhaft. Danke Lonely Planet fuer diesen Hammer-Tip. Nach dem Einchecken und Ausruhen haben wir uns erstmal Roller ausgeliehen. Beim Benzin holen ist Flos Roller stehengeblieben und wir mussten vor zur Tanke. Als wir zurueck kamen war der Flo nicht mehr da. Den fanden wir dann eine Stunde spaeter im Hostel wieder. Verplanter Kerl :-) Am Abend ging es dann Richtung der Eisenbahnbruecke aus dem Film. Ganz nettes Szenario, vor allem, weil die Sonne langsam unter ging.


Der THC am River Kwai



Habt ihr schonmal einen Tiger gestreichelt? Also so einen richtigen, nicht die aus Stoff oder eine gestreifte Hauskatze. Man hab ich einen Respekt vor diesen Tieren. Moeglich war die Beruehrung der etwas anderen Art im Tiger Tempel. Dort gibt es Tiger und viele andere Tiere ala Wildpark Poing, die wohl alle auf der Speisekarte der gestreiften Gesellen sind. Aber zurueck zum Streicheln. Die Tiger liegen nachmittags waehrend der groessten Hitze in einer schattigen Schlucht. Dort wird man dann von einem/einer Thai an die Hand genommen und vorsichtig zu den Tigern gefuehrt, waehrend ein anderer Thai mit der zuvr uebergebenen Kamera Photos schiesst. Ein Erlebnis, dass zumindest einem guten Zweck dient. Auf der Anlage wird gerade heftig gebaut, um den Tigern ein schoenes Gehege zu bieten und die Nachkommen wieder auswildern zu koennen.


Tiger zum Streicheln




Danach ging es weiter mit unseren Rollern. Rollerfahren ist gar nicht so schwer und nach heute ueber 130 Kilometern hat man es schon gelernt. Hab nur leider ein paar Schuerfwunden abbekommen. Die sind aber nicht vom Moped, sondern vom Wasserfall, der unsere naechste Station war. Endlich Erfrischung und das zum bestmoeglichen Zeitpunkt des Tages: am Abend, wenn man nicht mehr seinen Lieblingsbegleiter anzieht - die 2 Zentimeter dicke Schweissschicht.


Die Roller-Gang









Das Beste zum Schluss: Heute gibts endlich Bilder!!!!

21 April 2007

Bangkok by Tuk Tuk



Nach einem ruhigen Abend ging es heute mal so richtig frueh los. Um viertel vor acht Fruehstuecken mit den Deutschen Andy und Martin und dann ab in den Palast des Koenigs.
Danach sind wir gleich auf die Faehre und ueber den Riesenfluss zum Palast. Bloed nur, dass als wir um halb10 ankamen, die Gebetszeit kurz bevor stand und wir deshalb keine langen Hosen ausleihen konnten. Also ab in zwei Tuk Tuks, die mit uns fuer 40 Baht eine Tour zu weiteren wichtigen Sehenswuerdigkeiten machen sollten.



Bangkok ist eine wahnsinnige Stadt. Unglaublicher Verkehr, kaum zu glaubender Smog und wirklich laut, dagegen sind italienische Naechte Kindergarten. Eine Riesenmetropole, die einen einfach in ihren Bann ziehen muss. Vor allem wenn man mitten drin steckt.

Erster Halt war der riesige goldene Buddha. Eintritt war frei und die Moeglichkeit mir Glueck zu erkaufen habe ich bereitwillig ausgeschlagen. Warum? Das Glueck soll dadurch kommen, einen Kaefig mit vier kleinen Spatzen zu kaufen und diese dann im Tempelbereich vor dem Buddha freizulassen. Die vielen in der Gegend herumstrolchenden Katzen, deuteten auf eine wenig erfolgreiche Freilassung fuer die Voegel hin und auch den Verkaeufern scheint die Sache nichts zu bringen. Niemand kaufte einen Kaefig.... Big Buddha meets THC



Also wieder ab ins Tuk Tuk und mit unserem sympathischen maximal 1,50m grossen Fahrer zu einem weiteren Tempel, der auf einem kleinen Berg mitten in der Stadt lag. Tolle Aussicht nach 300 Stufen in der prallen Sonne und die Gewissheit, den ersten Liter schon wieder ausgeschwitzt zu haben. Zu lesen ist das wahrscheinlich nicht so spannend, aber ja: Tempel koennen wirklich interessant und vielseitig sein. Am besten selber anschauen!

Danach wollten unsere Tuk-Tuk-Fahrer sich noch etwas Benzin dazu verdienen. Und das geht so: sie fahren mit uns zu irgendeinem Laden.
Erster Halt fuer uns ein Reisebuero fuer weitere Touren. Fuer uns sprang dabei vor Ort ein kaltes Wasser heraus und fuer die Fahrer ein Benzin Gutschein.
Zweiter Halt: Indische Schneiderei, wobei Flo den Besitzer davon ueberzeugte, dass er in Deutschland 2 Euro fuer den Meter Leinen bezahle und 30 Euro nur fuers Schneidern ueberteuert waeren. Die Folge daraus: einen Benzingutschein fuer unsere Fahrer und boese Blicke fuer uns beim Verlassen des Ladens.
Dritter Halt: Ein Schmuckladen, Bonbons fuer uns, Gutschein fuer die Fahrer.
Maximal 1,50 Meter geballte Tuk-Tuk-Power

Danach hatten wir genug und wir wurden zum Palast zurueck gefahren. Durch die Stopps wollten die Tuk-Tuk-Fahrer kein Geld, bzw. wir sollten so viel zahlen wieviel wir wollten, was den Fahrern ein kleines Trinkgeld einbrachte.
Nun zum Palast. Der ist eine Ansammlung von ganz vielen wunderschoenen Tempeln auf einem platz und gleichzeitig Bangkoks groesste Tourist Trap. Klar: dagewesen muss man schon, aber fuer 250 Baht, also fast 6 Euro dann doch etwas ueberteuert. Fuer thailaendische Verhaeltnisse extrem ueberteuert. Zum Preisvergleich: Eine Schachtel Zigaretten kostet 46 Baht, eine Cola im Laden 12, eine Essen im Restaurant 70 und die Taxifahrt vom Palast zurueck in die Kao San Road fuer vier Leute 35 Baht...

Handstand fuer den Koenig - Brandblasen fuer den Flo


Heute Abend waerd ich hoffentlich etwas Fussball mitkriegen und mich dann ins Nachtleben stuerzen.

p.s.: Bilder hochladen geht immer noch nicht und langsam gehts mir auf die Nerven.

20 April 2007

Muenchen-Bangkok

Kennt ihr das Gefuehl, wenn es endlich losgehen soll?
Nervositaet, ob alles gepackt ist und so weiter.
In Muenchen hab ich mir erst einmal mit einer Mama und meinem Bruder noch ein Bier genehmigt. Dann Flug nach London. Lauter Anzugtypen und ich glorreicherweise mit meinem Fidel-Castro-Shirt. So erregt man also wirkungsvoll Aufmerksamkeit ;)

In Heathrow hiess es erstmal umsteigen und dabei vor allem Schuhe ausziehen - koennte ja Sprengstoff drin sein. Also langsam uebertreiben sie echt. Abgesehen davon, dass man ja keine Getraenke nicht mit an Bord nehmen darf und ich mich nicht "guenstig" mit einem Wasser fuer fast drei Pfund eindecken wollte. Man koennte ja Sprengstoff anruehren - geht aber laut Waldi nur bei Minus-Graden und wenn man 12 Stunden ruehrt. Aber so heftig war die Klimaanlage dann doch nicht eingestellt...

Der Flug nach Bangkok mit Quantas war entspannend. 30 Filme zur Auswahl, dazu Fernsehprogramme und ein paar Irinnen neben dran. Gegen halb5 stand ich dann also am Flughafen in Bangkok. (wenns interessiert (Zeitverschiebung sind 5 Stunden). Bloed nur, dass der Flo erst um 19h landen sollte. Was macht dann also drei Stunden am Flughafen? Bloed rumlaufen. Beschaeftigt hab ich mich mit meinem tollen Axe-Clicker (Danke Tilo).

Also die Zahl des Tages ist : 21
So oft wurde ich in der ersten halben Stunde angesprochen, ob ich mit dem Taxi nach Bangkok fahren will. Danach war ich schlau genug mein Gepaeck zu parken und so wurde ich die restliche Zeit noch zweimal angesprochen. Hab mich dann in den echt schoenen Park am brandneuen Flughafen gelegt und ein bisschen gelesen. Ich bin dabei schonmal ziemlich ins Schwitzen gekommen. Das lag allerdings nicht an der Sportbild-Analyse ueber die Zukunft des FC Bayern sondern an lauschigen 35 Grad.

Der Flughafenpark

Flo's Flieger sollte dann eigentlich frueher kommen, aber 50 Minuten nach der Landung war er immer noch nicht zu sehen und der Flug wurde auch nicht mehr auf der Anzeige aufgefuehrt. Schon irgendwie bloed... Also schnell zu Qatar Airways gegangen und nachgefragt, ob er an Bord war. War er Gottseidank, was meine Stimmung dementsprechend stark verbessert hat. Als ich ihn ausrufen lassen wollte, kam er mir dann freudestrahlend entgegengeschlendert. An der Visastelle, muss man ein Kaertchen abgeben, auf dem man sein Hotel draufschreibt. Hatten wir natuerlich da noch nicht, waehrend ich einfach die Bleibe von der Person hinter mir in der Reihe draufgeschrieben hab, hat der Flo, die ehrliche Haut, verzweifelt am Info-Desk gesucht, was er angeben soll. Das hat dann halt mal fast eine Stunde gedauert.

Ab also mit dem Taxi nach Bangkok und erst mal eine Bleibe geucht. Die Touri-Strasse Kao San Road runter und dann sind wir in einer Nebenstrasse fuendig geworden. Alles ganz ok und mit 350 Baht (1 Euro = ca. 47 Baht) fuers Doppelzimmer echt guenstig. Wegen den immer noch lauschigen 35 Grad ( das scheint sich auch nicht zu veraendern egal ob Tag und Nacht, einfach nur wahnsinnig warm) waren wir mittlerweile mit einem stetig wachsendem Schweiss-Film ueberzogen. Also ob unter die Dusche und rein ins Nachtleben. Von Jet-Lag keine Spur ging es in eine Bar, dort hat dann irgendwann, nachdem der Thai-Kitsch-Happy-Techno aus war, eine Rock-Band gespielt. Natuerlich auf Thai, wobei eigentlich alle Melodien von westlichen Stuecken abgekupfert waren. Beim Zigarettenholen, bin ich dann auf eine andere Bar gestossen, in die wir dann auch weitergezogen sind. Nur Thais und Indie-Rock mit einer Live-Band. War echt lustig - einziger Nachteil: Um 1h wurden dezent die Tische hochgestellt und alle Leute rausgeschmissen. Zunge raus und rein in unser Hostel


Auf dem Weg nach Hause sind wir dann noch in einer Bar gelandet. Lauter Backpacker, ein paar aus Deutschland. Und dann die erste Backpacker-Legende: Erst gestern ist ein Argentinier gefahren, der zuvor von Belfast nach Bangkok getrampt ist. Der hat ein Buch geschrieben mit dem klangvollem Namen "Travelling through the Axis of Evil". Da er in Bangkok angekommen ist, kann's nicht so schlimm gewesen sein.



Chinatown in Bangkok


Heute ham wir's etwas ruhiger angehen lassen. Mit dem Boot ueber den Fluss geschippert und dann durchs Chinesen-Viertel gegangen. An jeder Ecke ist hier ein Geschaeft, ueberall lauter Leute, Mopeds usw. Zurueck ins Hostel gings dann mit einem beruechtigten Tuk Tuk, einem Moped-Verschnitt mit einer Art Gastkabine hintendrin. War eigentlich gar nicht so schlecht mal etwas Fahrtwind abzubekommen, nur auf die Abgase haette man dann doch verzichten koennen. Bangkok ist wirklich schoen, nur der Smog ist wirklich heftig. Die grauen Wolken hat man schon bei der Landung gesehen, aber genau da hab ich mir gedacht jetzt siehst du gleich etwas voellig Anderes, voellig Neues und wisst ihr was? Die Nervositaet war verschwunden!


In Bangkok spielt man Fussball ueber die Schnur

10 April 2007

Langsam aber sicher gehts los: Meine Weltreise. Für alle die nochmal wissen wollen, wann ich wo bin, hier alle Flugdaten:


Abflug München: 18.4
Ankunft Bangkok/ Thailand 19.4
Abflug Bangkok/ Thailand 10.5
Ankunft Melbourne 11.5
Abflug Sydney 8.8
Ankunft Auckland/Neuseeland 8.8
Abflug Auckland/Neuseeland 25.8
Ankunft Nadi/ Fidj 25.8
Abflug Nadi/ Fidj 2.9
Ankunft Los Angeles/USA 2.9
Abflug Los Angeles/ USA 26.9
Ankunft New York/ USA 26.9
Abflug New York/ USA 29.9.
Ankunft München 30. 9













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